Verdienter Orden für Martin Zsivkovits

Erstellt am 20. Februar 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
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Landesrätin Daniela Winkler und Botschafter Daniel Gluncic gratulierten Martin Zsivkovits.
Foto: zVg
Sprache und Kultur stehen im Zentrum des Denkens und Handelns von Martin Zsivkovits. Jetzt wurde der Stinatzer mit dem Orden des kroatischen Morgensterns gewürdigt.
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Martin Zsivkovits spricht sechs Sprachen und setzt sich intensiv für die kroatische Volksgruppe ein. Sprache und Kultur stehen im Zentrum des Denkens und Handelns von Zsivkovits. Der 67-jährige Stinatzer erkundet von seinem Heimatort aus den Globus, versucht permanent, neue interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und mit Engagement Volksgruppentraditionen zu pflegen. Als ehemaliger Direktor des Zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart hat er diese Grundsätze auch seinen Schülern vermittelt.

Zu Wochenbeginn wurde ihm eine ganz besondere Ehre zuteil. Im Rahmen eines Festaktes in der kroatischen Botschaft in Wien wurden seine Verdienste mit einem speziellen Orden gewürdigt. Der kroatische Botschafter, Daniel Gluncic, verlieh dem ehemaligen Direktor den Orden des kroatischen Morgensterns mit dem Antlitz von Marko Marulic (kroatisch: Red Danice hrvatske), Marulic war übrigens kroatischer Dichter und Humanist und gilt als Vater der kroatischen Literatur sowie als einer der bedeutendsten Intellektuellen der europäischen Renaissance.

Der Orden des Morgensterns ist ein hohes kroatisches Verdienstzeichen, das im Namen des Präsidenten der Republik Kroatien für besondere Leistungen im Bereich der Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, des Sports oder der Bildung verliehen wird.

Auch Landesrätin Daniela Winkler wohnte dem Festakt bei und würdigte die Leistung: „Ich gratuliere zu dieser hohen Auszeichnung. Er hat sich diese verdient und kann sehr stolz darauf sein, denn er hat die Wahrung und Pflege der kroatischen Sprache und Kultur, die wichtige Identitätsmerkmale für die Burgenlandkroaten sind, zu seinem Lebenswerk gemacht. In der Geschichte des Burgenlandes war die kulturelle und sprachliche Vielfalt ständiger Begleiter und stets ein fixer Bestandteil der burgenländischen Identität“, sagte die Bildungslandesrätin.

Der 67-jährige Stinatzer wurde schon in der zweisprachigen Volksschule in seinem Heimatort in Kroatisch unterrichtet. Nach dem Studium in Graz (Serbokroatisch und Latein) wurde Zsivkovits, nach mehreren beruflichen Stationen als Lehrer, 1992 zum Direktor des ZBG ernannt, dem er bis zur Pensionierung vorstand. Zsivkovits ist Lektor an der UNI-Graz und hat zahlreiche ehrenamtliche Funktionen inne.

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