Standortabsicherung von SECOP-Werk fix. Seit Herbst bangen zirka 300 Personen um ihren Job, darunter auch viele aus dem Jennersdorfer Bezirk. Nun wurde das Fürstenfelder Werk von Nidec aufgekauft. Über 170 Mitarbeiter werden am Standort erhalten bleiben.

Von David Marousek. Erstellt am 01. April 2020 (16:40)
Ewald Schnecker (links) betont, dass sicherlich "weitere Anstrengungen aller Beteiligten notwendig sein werden".
Carina Fenz

Mehr als die Hälfte der Arbeiter des Secop-Werkes dürfen erst einmal aufatmen. In einer Aussendung des Unternehmens wurde verkündet, dass die Firma Nidec die sogenannte Delta-Produktionslinie von Secop erwerben werde.  "Nidec wird rund 40 Mitarbeiter für die Delta-Produktion und weitere 47 Mitarbeiter für die Produktion von Motoren für Wasch- und Geschirrspülmaschinen übernehmen. Darüber hinaus wird Secop seine Konzernzentrale im Raum Fürstenfeld behalten und verstärken und somit über 80 Mitarbeiter behalten", heißt es in der Aussendung. Die Transaktion muss jedoch noch von der Europäischen Kommission genehmigt werden.

 "Ich begrüße die Lösung, weil viele Arbeitnehmer aus dem Bezirk Jennersdorf betroffen sind. Gleichzeitig kann es nur ein erster Schritt sein, denn es sind noch immer rund 110 Mitarbeiter des Secop-Werks von Jobverlust bedroht", erklärte Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker (SPÖ).

Die zweite Produktionslinie für Kompressoren (Kappa-Linie), werde jedoch wie erwartet in die Slowakei verlagert. "Beide Parteien halten hiermit erneut fest, dass die Kappa-Linie aus verschiedenen Gründen, darunter Wettbewerbsfragen, nicht an Nidec verkauft wird", erklärten die beiden Unternehmen.