Volksschule Henndorf: Bauausschuss ist vertagt. Am Donnerstag wären unter anderem mit der Volksschule Henndorf einige interessante Tagespunkte diskutiert worden. Jetzt wird die Diskussion ins Internet verlagert.

Von David Marousek. Erstellt am 18. März 2020 (04:25)
BVZ

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, wird in dieser Woche auch der Bauausschuss in Henndorf nicht tagen. Dennoch fand sich eine Lösung, um weiter Aufträge abzuarbeiten. „Wir haben die dringenden Fälle ausgeschickt und erwarten bis Donnerstag eine Antwort. Wir regeln das jetzt alles via E-Mail und Telefon“, erklärt Josef Feitl (JES).

Dringend geklärt gehören dabei vor allem drei Dinge: Die Errichtung einer Hackschnitzel-Anlage beim neuen Bauhof, die Installation einer Alarmanlage dort, sowie Entscheidungen über ein baufälliges Haus in der Weidengasse, an dem angeblich auch die OSG Interesse zeigt. 

Mitausgeschickt hat Feitl auch die geforderten Auflagen des Landes bezüglich der Volksschule in Henndorf. „Die sind sehr gewaltig. Es gibt Auflagen für Fenster, Türen und auch die Gangbreite. In den letzten 60 Jahren wurde da nichts gemacht, das wird jetzt zum Problem“, führt Feitl aus.

Als schwierig sieht auch Franz Müller (ÖVP) die Lage: „Rein aus wirtschaftlicher Sicht müsste man zusperren. Aber es wird wohl nicht nach rationalen Punkten entschieden, sondern emotional. Politik ist das Eine, Wirtschaft das Andere. Ich hoffe nur, dass die Volksschule nicht zum zweiten Kulturzentrum wird und Zeit verschwendet wird.“

"Es gibt Auflagen für Fenster, Türen und auch die Gangbreite. In den letzten 60 Jahren wurde da nichts gemacht, das wird jetzt zum Problem“,

So sieht das auch Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES): „Meine Meinung ist deckungsgleich mit der von Stadtrat Müller.“ Einen konträren Standpunkt vertritt FPÖ-Bezirksobmann Rudolf Smolej: „Es sind jetzt schon elf Schüler dort, der Elternverein geht von 15 im nächsten Jahr aus. Das ist über der Kennzahl von zehn. Schulen sind nicht nur betriebswirtschaftlich zu betrachten.“

Dem entgegnet Feitl: „Da sind aber nur sieben Kinder aus Henndorf und im nächsten Jahr wären es nur neun.“ Für Vize-Bürgermeister Josef Feitl ergibt sich jedoch noch eine andere Möglichkeit. „Ich bin für die Erhaltung der Schule, weil sie doch wichtig für das Dorfleben ist. Vielleicht könnte man dort einen Nahversorger installieren, der von der Feuerwehr mitbetreut wird. Zu entscheiden hatt es schlussendlich aber der Gemeinderat“, so Feitl.