Umweltdienst plant Großprojekt Umladestation. Rest- und Papiermüll aus zwei Bezirken soll in Heiligenkreuz zum weiteren Transport verladen werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. März 2017 (05:59)
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Mehr als vier Tonnen Rest- und Papiermüll werden im Bezirk Jennersdorf und in Teilen des Bezirks Güssing pro Jahr vom Umweltdienst Burgenland (UDB) entsorgt. Das sind rund zehn Prozent der Gesamtmenge, die der UDB im ganzen Burgenland beseitigt. Um den Müll aber in die Deponie nach Oberpullendorf zu bringen, muss er vorher in einer sogenannten Umladestation, verladen werden. Das passierte für die beiden südlichsten Bezirke bislang in Oberwart.

„Für  Errichtung gibt es bereits einen konkreten Zeitplan“

Nach jahrelangen Analysen hat sich der UDB jetzt dazu entschieden, im Businesspark Heiligenkreuz eine weitere Umladestation zu errichten, in der der Müll aus den Bezirken Güssing und Jennersdorf auf Transportfahrzeuge verladen wird. „Für die Errichtung gibt es auch bereits einen konkreten Zeitplan. Im Laufe des heurigen Jahres sollen alle Behördenverfahren abgewickelt werden, Baustart wird spätestens im Sommer 2018 sein. Die Fertigstellung ist für den Jahresbeginn 2019 geplant. Der Kostenpunkt beläuft sich auf rund eine Million Euro“, erklären die beiden UDB-Geschäftsführer Franz Alexander Predl und Rudolf Haider.

Die Investitionen in den Standort Heiligenkreuz könnten sich, läuft alles nach Plan, aber sogar verdoppeln. Der Müllverband forciert nämlich die Errichtung eines Pilotprojekts für das ganze Burgenland. Ein sogenanntes regionales Altstoffsammelzentrum soll – willigen die Gemeinden in die Zusammenarbeit ein – entstehen. Eine erste Vorinformation haben Gemeindeverantwortliche bereits erhalten.

Für genaue Projektdetails ist es allerdings noch etwas zu früh, im heurigen Jahr sollen lediglich die Verhandlungen mit den Gemeinden über die Bühne gehen. Bei diesem Projekt geht es darum, sich auf die Entsorgung und das Recycling von „neuen Problemstoffen“ zu konzentrieren. „Von der nachhaltigen Entsorgungswirtschaft hin zur Ressourcenwirtschaft“, erklären die beiden Geschäftsführer.