Mikro-ÖV-System: Förderung für Taxis. Bund fördert „Mobil im Bezirk“ mit 188.000 Euro. In vier Monaten wurden 500 Fahrten in zwölf Gemeinden getätigt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 20. September 2017 (05:35)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
 
APA (Hochmuth)

Die Initiatoren des Rufsammeltaxis zeigen sich vier Monate nach Anlaufen des Systems mit den Fahrgastzahlen zufrieden. Insgesamt wurden im Bezirk 500 Fahrten durchgeführt. Dank der Unterstützung durch die Gemeinden kann trotz der großen Distanzen im Bezirk ein attraktiver Fahrpreis geboten werden, zusätzlich gewähren Förderschienen von Land und Bund Unterstützung.

Das System, an dem alle zwölf Gemeinden des Bezirks beteiligt sind, kostet im Jahr rund 120.000 Euro. Durch eine positive Jury-Entscheidung bekommt das Jennersdorf-Taxi in den ersten drei Betriebsjahren eine Förderung in der Höhe von 188.000 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

Grundversorgung der Bevölkerung wird gesichert

„Diese wertvolle Starthilfe war möglich, da das Jennersdorf-Taxi zu den wesentlichen Zielen dieser Förderaktion beiträgt. Es sichert die Grundversorgung der Bevölkerung, eröffnet neue Mobilitätschancen, bietet eine wirtschaftliche Alternative zu nicht finanzierbarem Linienverkehr und dient auch als Zubringer zu bestehendem öffentlichen Verkehr“, erklärt Jennersdorfs Bürgermeister Bernhard Hirczy.

Und so funktioniert das System: Um zwei beziehungsweise vier oder acht Euro, sollen die Fahrgäste wichtige Punkte wie den Bahnhof (Bahnanschluss nach Budapest und Graz), die Therme Loipersdorf oder auch Orte des täglichen Lebens erreichen können. So soll die Fahrt zum Arzt, zur Apotheke oder zum Nahversorger oder Gasthäuser im Bezirk günstig ermöglicht werden.

„Auch seitens der Wirtschaft haben wir sehr positive Rückmeldungen, seit das Taxi im Betrieb ist. Jetzt bleibt die Kaufkraft wieder vermehrt im eigenen Ort“, so Hirczy. Mehr Infos zum Projekt „Jennersdorf TAXI“ unter 03329/ 46800.

Nach zwölf Monaten Betrieb, also im Frühjahr 2018, soll dann entschieden werden, ob der Taxi-Betrieb bei Bedarf auch bis nach Güssing ausgeweitet wird.