Neue Mittelschule: Zank um Kosten der Expositur

Neuhaus am Klausenbach soll jährlich einen Kostenbeitrag von 40.000 Euro für den Schulerhalt zahlen. Land rudert zurück.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 22. Februar 2017 | 03:57
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Schule
Foto: NOEN, Bilderbox

Seit Juni 2016 ist der Bestand der Neuen Mittelschule per Gesetz gesichert. Die Schule wird seit diesem Schuljahr als Expositur der NMS Jennersdorf geführt. Der Grund für das Aus als eigene Schule ist mit gesunkenen Schülerzahlen zu erklären. Zum Stichtag, dem 1. Oktober 2015, erreichte die NMS Neuhaus nämlich nicht mehr die gesetzlich erforderliche Mindestzahl von 80 Schülern. Dass für das aktuelle Schuljahr dann 81 Anmeldungen vorlagen, änderte daran nichts mehr.

Als im Jänner ein Schreiben des Landes eintrudelte, in dem das Land von der Gemeinde einen Kostenbeitrag in der Höhe von 40.000 Euro pro Jahr für den Schulerhalt einfordert, gingen die Wogen im Gemeinderat hoch. „Diese Beteiligung zu den Pflichtschulkosten ist uns total unverständlich, weshalb der Gemeinderat diesen Entwurf einstimmig abgelehnt hat“, erklärt Bürgermeister Helmut Sampt und fordert die Vertreter des Landes auf, die Beweggründe für diesen Kostenbeitrag bei einem persönlichen Gespräch zu erläutern.

Land ist um eine Lösung bemüht

Vom Land heißt es dazu: „Dieses an die Gemeinde übermittelte Schreiben war ein Entwurf der zuständigen Fachabteilung. Wir sind bemüht, eine Lösung zu finden. Die zuständigen Kollegen werden sich mit der Gemeinde in Verbindung setzen“, erklärt Herbert Oschep vom Büro des Landeshauptmannes. Zu tragen komme der Kostenbeitrag in dieser Höhe erst, so Oschep, „wenn die Schülerzahlen sehr niedrig sind“.