Neuhaus muss für Schulerhalt zahlen. Zwei Mal lehnte der Gemeinderat den Kostenbeitrag von 40.000 Euro für die NMS ans Land ab. Droht jetzt die Schließung?

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. Juli 2017 (05:50)
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APA (dpa)

Seit Juni 2016 wird der Bestand der Neuen Mittelschule per Gesetz gesichert, die Schule hatte nämlich zum Stichtag im Oktober 2015 unter 80 Schüler und hätte geschlossen werden müssen. Seit September 2016 wird die Schule als Expositur der NMS Jennersdorf geführt.

Eine Änderung der Gesetzesnovelle von Juni 2016 besagt, dass Gemeinden als Schulerhalter einer Expositur einen jährlichen Kostenbeitrag von 40.000 Euro an das Land zu zahlen haben, so auch die Gemeinde Neuhaus am Klausenbach. Der Gemeinderat hat allerdings bereits zum zweiten Mal in Folge einen einstimmigen Beschluss gefasst, diesen Kostenbeitrag nicht zu zahlen. „Wir haben das Land aufgefordert und eine genaue Aufschlüsselung zu geben, wohin das Geld fließt und weil wir diese Antwort nicht bekommen haben, wurde der Beschluss zwei Mal nicht gefasst“, erklärt Bürgermeister Helmut Sampt.

Die Schlinge um die Gemeinde zieht sich jetzt immer mehr zu

Fasst der Gemeinderat bis spätestens zur nächsten Regierungssitzung (18. Juli) diesen Beschluss nicht, dann droht der Schule das Aus. „Das wollen wir auf keinen Fall bewirken, im Gegenteil. Es ist uns nach wie vor wichtig, die Schule zu erhalten, um auch den ländlichen Raum nicht noch mehr auszuhöhlen“, meint Sampt, der für Donnerstag eine Sondersitzung des Gemeinderates einberufen hat, um den Beschluss doch noch herbeizuführen.

Vom Land heißt es dazu: „Um den Schulstandort aufrecht zu erhalten in Form einer Expositur muss die Gemeinde mit dem Land einen Vertrag abschließen. Hierzu fällt von Seiten der Landes ein Verwaltungsaufwand an.“