Mattersburg: Nächstes Gewerbegebiet soll kommen

Bei geplanten Sparmarkt

Bei der Gemeinderatssitzung wurde der erste Schritt für die Errichtung eines Gewerbegebietes in direkter Nachbarschaft vom zukünftigen Spar in die Wege geleitet.

Von Richard Vogler

Vorne vom "Spitz" weg bis zur Einfahrt zur Fußballakademie ist das Areal für den neuen Sparmarkt vorgesehen. Oberhalb in Richtung Tischlerei Talos soll das rund 27.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet kommen.

Vorne vom "Spitz" weg bis zur Einfahrt zur Fußballakademie ist das Areal für den neuen Sparmarkt vorgesehen. Oberhalb in Richtung Tischlerei Talos soll das rund 27.000 Quadratmeter große Gewerbegebiet kommen.

© Google Earth

Bei der Gemeinderatssitzung am Montag dieser Woche wurde beschlossen, die Mattersburger Stadtentwicklungs & Co KG (eine Tochtergesellschaft der Stadtgemeinde) zu beauftragen, mit den Besitzern der Flächen bezüglich Grundkaufs in Verhandlungen zu treten. Das besagte Areal ist rund 27.000 Quadratmeter groß und ist als Gewerbegebiet vorgesehen.

Das Grundstück befindet sich in direkter Nachbarschaft vom zukünftigen Sparmarkt und erstreckt sich zwischen Wienerstraße und Langendorferwerg in Richtung Tischlerei Talos.

Der Tagesordnungspunkt wurde mit Stimmen der SPÖ beschlossen. ÖVP, Grüne und FPÖ stimmten dagegen.

Die Finanzierung wird ebenso über die Stadtentwicklungs KEG laufen, ein Kredit von 5 Millionen Euro wird aufgenommen. Auch dies wurde mit Stimmen der SPÖ beschlossen. ÖVP, Grüne und FPÖ stimmten dagegen.

Der Bau des Sparmarktes am Stadtrand sorgte bereits für heftige Diskussion und Kritik der Opposition, der Standpunkt zur Errichtung des Gewerbegebietes sieht nicht anders aus.

„Wir sehen uns mit genug Leerständen konfrontiert und brauchen nicht ein weiteres Einkaufszentrum. Auch die Versiegelung neuer Flächen hat keinen Nutzen für unsere Stadt und die Bürgerinnen und Bürger“, so der Stadtparteiobmann der Volkspartei Stadtrat Thomas Haffer, weiter: „In der Arena, im FMZ 2000 und in der Innenstadt stehen zahlreiche Geschäftslokale und Flächen leer. Statt hier eine Lösung zu suchen, benutzt Bürgermeisterin Claudia Schlager ihre absolute Mehrheit, um weitere wertvolle Ackerflächen zu versiegeln.“

Peter Pregl von der FPÖ: „Bei den letzten Diskussionen wurde abgestritten, dass dort in Zukunft weiter verbaut wird. Irgendwann ist es genug.

Und Elisabeth Mendoza von den Grünen hielt fest: „Wir sind nach wie vor gegen neue Gewerbeflächen auf der grünen Wiese. Heutzutage ist so was ein Wahnsinn.“

SPÖ-Bürgermeisterin Claudia Schlager reagierte mittels Aussendung: „Es ist uns durchaus bewusst, dass die Opposition aus rein parteitaktischen Gründen wieder lautstark trommelt und auf Leerstände von Privaten hinweist. Egal wie vehement sich die anderen Fraktionen dagegen auflehnen: Es ändert nichts an der Tatsache, dass die Stadtgemeinde hier lediglich Baubehörde ist und den privaten Betreibern nicht vorschreiben kann, zu welchen Konditionen und an wen sie ihre leerstehenden Geschäftslokale zu vermieten haben“, erklärt die Bürgermeisterin und ergänzt abschließend: „Anders als in den privaten Bereichen haben wir in dem Gebiet neben dem zukünftigen Spar über die gemeindeeigene KG in Zukunft selbst in der Hand, Leerstände zu vermeiden. Eine entsprechende Regelung kann man hierzu auch schriftlich festhalten. Wie alle anderen, würde auch ich mir wünschen, dass es den privaten Betreibern rasch gelingt, ihre Lokale wieder mit Leben zu füllen.“

Die BVZ hat zum geplanten Bau des Sparmarktes berichtet: