Arena-Kreuzung: Ärger um Schleichwege. Zu Stoßzeiten weichen Autofahrer nun auf Güterwege und Radwege aus. Beschwerden und Anzeigen landen bei Behörden.

Von Bettina Eder und Doris Fischer. Erstellt am 10. Mai 2017 (09:01)
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Die Schleichwege. Ein Weg (Nr. 3) führt gänzlich, der ehemalige Umleitungsweg (Nr. 1) führt teilweise über den Radweg 33. Einige weichen bei der Zu- und Abfahrt zur Arena auch über den parallel zur Durchzugsstraße verlaufenden Güterweg (Nr. 2) aus. Nach Mattersburg geht’s über den rot gekennzeichneten Weg, der in den Hotterweg münde und auch teilweise über den Radweg führt.
Google Maps/Grafik (Bischof)

Die Verkehrssituation rund um die neue Arena-Kreuzung hat sich mittlerweile beruhigt. Grund dafür dürfte allerdings auch sein, dass vermehrt Autofahrer zu Stoßzeiten Schleichwege rund um die Arena benützen. Diese gehen über Güterwege, auf denen prinzipiell Fahrverbot für den normalen Verkehr herrscht, und über den Radweg B33 (im Bild oben blau gekennzeichneter Weg, Nr. 3).

Das ist nicht nur für Landwirte ärgerlich, sondern auch für Spaziergänger und Radfahrer mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko verbunden. „Sogar viele Taxler fahren zur Arena oft über den Güterweg mittlerweile zu“, so ein Mattersburger Pendler. Gemeint ist damit die (rote eingezeichnete) Strecke vom Hotterweg bis zur Arena.

Polizei: „Die Leute fahren, wo es geht.“

Von der Zunahme weiß man auch bei der Polizei: „Die Leute fahren einfach, wo es geht“, so Mattersburgs Polizeikommandant Walter Kurz. In weiter Folge wird laut Kurz auch die Güterweg-Strecke Walbersdorf-Marz unerlaubterweise frequentiert.

In der Gemeinde ist die Situation rund um die Arena ebenfalls bekannt, wie Amtsleiter Karl Aufner schildert: „Es gibt Beschwerden, die wir natürlich an die Polizei weiterleiten. Wir selbst haben aber keine Handhabe.“

Die Polizei wiederum bestätigt punktuell Überprüfungen durchzuführen, da die betroffenen Güterwege im Verkehrsüberwachungsplan enthalten seien, „verstärkte Kontrollen sind aber nicht möglich, da wir andere dringlichere Arbeiten haben und uns dazu das nötige Personal fehlt“, so Kurz weiter.