Disput um Innenstadt. „In die Innenstadt will keiner“, übt FPÖ-Kritik am Stadtmanagment. „Nahezu keine leerstehenden Flächen“, so Rittnauer.

Von Bettina Eder. Erstellt am 09. August 2017 (05:23)
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Mode & Dessous-Eröffnung. Sissi Strodl, Ingrid Salamon, Gabi Glatter, Besitzerin Anita Treitl, Claudia von Joy Kids, Michaela Giefing von Zeitlos, Petra Sieber (v.l.) und Noah Treitl (vorne).
BVZ, zVg

„Die Innenstadt ist unattraktiv. Dorthin möchte kaum jemand“, so FPÖ-Obmann Sigi Steiner in einer Aussendung. Der Grund seien neben geringen Parkflächen und hohen Parkgebühren auch die immer kleiner werdende Auswahl an Geschäften. Das „schreit nach einer organisatorischen Generalüberholung“, so Steiner weiter.

„Die Kritik der FPÖ ist verständlich“, schlägt auch ÖVP-Obmann Michael Ulrich in dieselbe Kerbe: „Die Innenstadt hat viel Potenzial, aber es fehlt der SPÖ an Konzepten.“

Die SPÖ und Bürgermeisterin Ingrid Salamon sehen das naturgemäß anders: „Unsere Innenstadt lebt, der Beweis sind die Geschäftseröffnungen.“ Dieser Tage eröffnete übrigens mit „Mode & Dessous“ das vierte Geschäft innerhalb eines Jahres in der Judengasse. In den vergangenen 18 Monaten haben zehn Geschäfte laut Stadtgemeinde eröffnet.

Die laut FPÖ kleiner werdende Auswahl an Geschäften kann auch Einkaufstreffpunkt-Chefin Andrea Rittnauer-Soder nicht bestätigen: „Wir haben nahezu keine leerstehenden Flächen in der Innenstadt – abgesehen von einigen in der Michael-Koch-Straße und dort soll ja das Geschäftszentrum der Commerzialbank hinkommen.“ Zudem merke man, dass sich Gemeinde sowie Unternehmer bemühen, Aktionen zu setzen.