Messerstich: 23-Jähriger ist am Weg der Besserung. Mutmaßlicher Täter soll schon wegen anderer Delikte im Gefängnis gesessen sein. Kein Kommentar von Polizei.

Von Doris Fischer. Erstellt am 07. März 2017 (13:28)
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Tatort. In der Hintergasse ist es zur tätlichen Auseinandersetzung gekommen. Der Täter soll, laut Gerüchten, für seine Gewaltbereitschaft bekannt sein.
 
BVZ

Dem Opfer, einem 23-jährigen Wiener Neustädter geht es nach der Attacke seines Nebenbuhlers, er stach ihn viermal in die Brust, nach Auskunft des Landesklinikums Wiener Neustadt schon besser: „Er konnte die Intensivstation bereits verlassen und wird noch stationär betreut.“ So weit die gute Nachricht.

Zur Vorgeschichte: In der Nacht zum Aschermittwoch spielten sich in der Mattersburger Hintergasse dramatische Szenen ab. Ein Streit zwischen zwei Männern, dem 20-jährigen Täter – er ist montenegrinischer Staatsbürger – und dem 23-jährigen Wiener Neustädter, eskalierte auf offener Straße. Dem ganzen war ein Streit in einem Wohnhaus in der Hintergasse vorangegangen.

„Der Täter, der Ex-Freund der jungen Dame, um die es beim Streit ging, wusste, wo sich der Schlüssel befindet und verschaffte sich so Zutritt“, berichtet Wolfgang Bachkönig von der Landespolizeidirektion Burgenland. Es kam zu einem Handgemenge, wobei der 23-Jährige eine Wunde an der Wange erlitt.

Blutige Angelegenheit

Auf dem Weg ins Krankenhaus traf das Pärchen auf den Täter, der mit einem Messer bewaffnet die Reifen des Fahrzeuges des Niederösterreichers aufstechen wollte. Es kam erneut zur Auseinandersetzung. Anrainer, die durch den Lärm geweckt wurden, führten die Erstversorgung des Opfers durch und blieben bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. „Es war eine sehr blutige Angelegenheit“, erzählt die Erstversorgerin, selbst im Spital tätig.

Sie und ihr Mann sind nur im Bademantel auf die Straße gelaufen, um zu helfen. „Ich habe versucht, den Mann wach zu halten, und habe ihm die Wunde zugehalten“, berichtet die Ersthelferin.

Gerüchten zufolge soll der mutmaßliche Täter bereits vorbestraft sein und sechs Monate im Gefängnis gesessen sein. Vonseiten der Polizei und der Staatsanwaltschaft wurde das Gerücht weder bestätigt noch dementiert. „Keine Auskunft“, hieß es.