Pro Neudörfl verliert - SPÖ dominiert Wahl. Pro Neudörfl verliert: Bürgerliste musste herbe Verluste hinnehmen, Reinhold Pranger Dank Vorzugsstimmen im Gemeinderat.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 04. Oktober 2017 (09:46)
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Ein Prost auf den Wahlerfolg! Die neuen SPÖ-Gemeinderatsmitglieder Günther Kornfeld, Heli Stütz und Lukas Fessl feierten mit Edith Kern-Riegler und Martin Giefing.
BVZ, JJ

Eine gewisse Ratlosigkeit, das war bei den Mitgliedern von Pro Neudörfl gleich am Wahlabend zu merken. Die Enttäuschung war Spitzenkandidat Andreas Schramm ins Gesicht geschrieben.

Die Freude der Grünen war groß. Lena Röth, Selina Prünster, Gemeinderätin Sabine Schügerl und Raphael Fink waren in Feierlaune.
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Der Mediziner meint zum Wahlausgang: „Es überwiegt die Enttäuschung, offenbar wurde unsere Arbeit der letzten zehn Jahre von den Wählerinnen und Wählern nicht gewürdigt. Ich bedanke mich aber bei allen Wählern, die uns das Vertrauen geschenkt haben.“ Die eigentliche Sensation lieferte aber das Pro Neudörfl Urgestein Reinhold Pranger. Nur aufgrund seiner Vorzugsstimmen überholte er Kristina Nemecek, die sich auf ihren Einzug in den Gemeinderat schon eingestellt hatte. Wie es mit der Liste jetzt weiter geht, konnte Schramm am Wahlabend nicht sagen.

Zukunft der Liste ist noch ungewiss

„Wir werden intern beraten und warten ab, was uns Bürgermeister Dieter Posch anbietet“, meint Schramm. Die SPÖ hatte gleich zwei Mandate dazugewonnen. Viele Neue auf der SPÖ-Liste wie Sabine Kassarnig, Heli Stütz, Lukas Fessl und Günther Kornfeld schafften den Einzug in den Gemeinderat. An der Verteilung im Gemeindevorstand ändert der Mandatsgewinn jedoch nichts.

FPÖ-Fans im Bierkistl. Robert Peterlik feierte mit seinen Anhängern im Bierlokal.
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Vier Vorstände stehen der SPÖ zu, einer Pro Neudörfl, einer der ÖVP und einer der FPÖ. Posch sieht im Zugewinn „die Bestätigung meiner Arbeit und der der SPÖ.“ Vor Freude strahlte hingegen Robert Peterlik, Spitzenkandidat der FPÖ. „Besonders freut mich natürlich, dass wir mit dem Zugewinn von einem Mandat jetzt auch im Gemeindevorstand vertreten sind“, erklärt Peterlik. Sabine Schügerl von den Grünen konnte ihr Mandat halten, ist damit aber die einzige Partei, die nicht im Gemeindevorstand vertreten ist. Schügerl freut sich trotzdem: „Wir haben Stimmen dazu gewonnen und das zeigt ganz deutlich, dass unsere Arbeit eine gute war.“

Nachdenkliche Minen. Johannes Steindl, Andreas Schramm und Reinhold Pranger, der aufgrund seiner Vorzugsstimmen Christine Nemeczek vom dritten Platz verdrängte.
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Für Bürgermeister Dieter Posch bedeutet der Einzug in den Gemeinderat aber auch, dass eine jede Fraktion Verantwortung übernehmen muss. „Ich sehe die anderen Parteien nicht als Gegner, sondern als Partner, die ich ins Boot hole und mit denen ich zusammen arbeite. Damit ist Neudörfl bis jetzt am besten gefahren.“