Burgenland verzeichnet Rekord bei neuen Elektroautos

1. Halbjahr 2026

Immer mehr Neuwagen im Burgenland fahren elektrisch. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten sowohl die Zahl als auch der Anteil der neu zugelassenen Elektro-Pkw einen neuen Höchststand. Die Mobilitätsorganisation VCÖ sieht darin einen positiven Trend und fordert weitere Anreize für den Umstieg.

Von Von BVZ Redaktion

Im Burgenland wird immer öfter elektrisch gefahren.

Im Burgenland wird immer öfter elektrisch gefahren.

© APA/ZOE-SOPHIE ZIMMERMANN, ZOE-SOPHIE ZIMMERMANN

1.353 Elektro-Pkw wurden im Burgenland im ersten Halbjahr 2026 neu zugelassen. Das sind 341 Fahrzeuge beziehungsweise 34 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anteil der Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen stieg von 23,3 auf 26,2 Prozent. Sowohl die Anzahl als auch der Anteil erreichten laut einer Analyse der Mobilitätsorganisation VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria einen neuen Höchstwert für ein erstes Halbjahr.

Auch im Bundesländervergleich liegt das Burgenland weit vorne. Gemeinsam mit Salzburg weist es nach Oberösterreich den zweithöchsten Anteil an Elektroautos bei den Neuzulassungen auf.

Ein Blick auf die Bezirke zeigt ein vergleichsweise einheitliches Bild. Der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen liegt in allen Bezirken zwischen 22 und 31 Prozent. Spitzenreiter ist der Bezirk Eisenstadt-Umgebung mit einem Anteil von 30,5 Prozent. Den niedrigsten Wert verzeichnet Jennersdorf mit 22,1 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller neuen Pkw wurde im Burgenland im ersten Halbjahr auf Firmen oder andere juristische Personen zugelassen. Bei Diesel-Pkw lag dieser Anteil bei 67 Prozent, bei Diesel-Hybridfahrzeugen bei 57 Prozent und bei Elektroautos bei rund 56 Prozent.

Der VCÖ fordert daher ein Ende der steuerlichen Begünstigung privat genutzter Firmenwagen mit Verbrennungsmotor. „Die erneute Eskalation im Nahen Osten treibt die Erdölpreise wieder in die Höhe und zeigt zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, die Erdölabhängigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Das Hinauszögern des Verbrenneraus bei Neuwagen schafft Verunsicherung und kommt die Bevölkerung letztlich teuer zu stehen und schadet der Wirtschaft“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Nach Angaben des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) beträgt die steuerliche Begünstigung von Verbrenner-Firmenwagen rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Der VCÖ spricht sich für einen höheren Sachbezug bei privat genutzten Firmenwagen mit Benzin- oder Dieselmotor sowie für eine schrittweise Verringerung ihrer steuerlichen Absetzbarkeit aus.

„Je mehr Elektroautos Firmen anschaffen, desto mehr gelangen in den für private Haushalte relevanten Gebrauchtwagenmarkt. Gerade im Burgenland gibt es viele Einfamilienhäuser, wo mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach die Energie fürs Autofahren selbst erzeugt werden kann. Damit ist man unabhängig von Erdöl und den Preisschwankungen am Weltmarkt“, sagt Michael Schwendinger.