Polizei klärt Einbruchsserie im Nordburgenland

200.000 Euro Schaden

Die im Sommer bekannt gewordene Serie an Einbrüchen in landwirtschaftliche Betriebe und Firmen im Nordburgenland ist laut Meldung der Landespolizeidirektion Burgenland geklärt. Fünf Beschuldigte aus Ungarn konnten ermittelt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehr als 200.000 Euro.

Von Von BVZ Redaktion

Einbruch in der BioBox bei Veganis in St. Andrä am Zicksee Mitte August dieses Jahres.

Einbruch in der BioBox bei Veganis in St. Andrä am Zicksee Mitte August dieses Jahres.

© Klaus Zwinger

Seit Monaten waren im Bezirk Neusiedl am See und darüber hinaus Einbrüche gemeldet worden. Betroffen waren unter anderem Selbstbedienungsläden, Bürocontainer und Firmen in den Gemeinden Neusiedl am See, Gols, Weiden am See, Andau, Pamhagen, Wallern, St. Andrä, Winden am See, Tadten, Halbturn. Auch im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (Purbach) sowie in Niederösterreich (Bezirk Baden und Melk) kam es zu Taten.

Besonders in der Nacht auf den 13. August hatten sechs Einbrüche in St. Andrä und Wallern für Aufsehen gesorgt. Die BVZ berichtete darüber.

Das Landeskriminalamt Burgenland arbeitete eng mit ungarischen Behörden zusammen. So konnten die Ermittlerinnen und Ermittler insgesamt fünf Verdächtige identifizieren.

Zwei Festnahmen

Am 26. August nahm die Polizei in Neusiedl am See einen 25-jährigen Mann nach einem versuchten Fahrzeugeinbruch fest. Der Verdächtige gehört zur fünfköpfigen Gruppe und zeigte sich zu insgesamt 17 Taten großteils geständig. Nach Angaben der Polizei dürfte seine Drogensucht das Motiv gewesen sein. Der Mann wurde in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt und befindet sich in Untersuchungshaft.

Ein weiterer 33-jähriger Beschuldigter wurde in Ungarn aufgrund eines Haftbefehls festgenommen. Nach den drei übrigen Mitgliedern der Gruppe wird gefahndet.

Schaden über 200.000 Euro

Die Täter sollen Bargeld, Wertgegenstände und auch einen Tresor entwendet haben. Allein in St. Andrä und Wallern entstanden Schäden im fünfstelligen Bereich. Insgesamt beziffert die Polizei den Schaden nun mit mehr als 200.000 Euro.

Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Burgenland dauern an. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.