Wirbel um Güterweg-Asphaltierung in Pama. Die Asphaltierung des Edelstalerweges um 240.000 Euro sorgt in Pama derzeit für Uneinigkeit zwischen den Parteien.

Von Bettina Deutsch. Erstellt am 11. Mai 2017 (05:00)
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Verärgert. Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich übt Kritik an der geplanten Asphaltierung des Edelstalerweges.
zVg

In der Grenzgemeinde Pama gehen derzeit die Wogen hoch. Eine von der SPÖ beschlossene Weg-Asphaltierung sorgt für Unverständnis in der ÖVP-Fraktion.

Konkret geht es um den geplanten Straßenbau des Edelstalerweges mit einer Länge von 1.800 sowie einer Breite von 3,5 Metern. Dieser wurde im Gemeinderat mit SPÖ-Mehrheit beschlossen und soll rund 240.000 Euro kosten.

"Asphaltierung bereits beschlossen"

„Die Asphaltierung hat in der Bevölkerung wenig Befürworter. Alle, die das Projekt kennen, halten das Vorhaben für eine überflüssige Geldverschwendung und sind der Meinung, dass man mit diesem Geld wichtigere Projekte in Pama verwirklichen müsste“ sagt Vizebürgermeister Hans-Jürgen Werdenich. Die Oppositionspartei hat sich von Anfang an gegen das Straßenprojekt ausgesprochen und lehnt die Asphaltierung trotz Beschluss bis zum heutigen Tag vehement ab.

„Ein modernes Ärztehaus, mehr Platz für die Jugend sowie die Errichtung einer Veranstaltungshalle wären vorrangigere Themen, wenn es um die Bedürfnisse der Bewohner Pamas geht“, ist sich Werdenich sicher. Darüber hinaus gibt es bei der Asphaltierung laut ÖVP noch einen weiteren Interessenskonflikt: „Die geplante Straße wird durch ein Trappenschutzgebiet führen, das in nächster Zeit errichtet wird.“

Bürgermeister Manfred Bugnyar versteht die Aufregung rund um das künftige Straßenprojekt nicht. „Die Asphaltierung ist zwar bereits beschlossen, steht allerdings noch lange nicht an der Tagesordnung“ entgegnet er auf Anfrage der BVZ. „Die effektiven Kosten für diesen Weg betragen 120.000 Euro, der Rest ist durch Förderungen gedeckt. Zudem ist geplant, auf der Südseite des Weges einen Baumlehrpfad mit heimischen Sorten zu errichten“ erzählt der Ortschef weiters. Hinsichtlich einer Erweiterung des Trappenschutzgebietes seien keinerlei Pläne vorgesehen.