20 Seniorenwohnungen und Stützpunkt der Volkshilfe. Ein altes Gemeindewohnhaus weicht einem modernen Bau, in dem auch eine Arztordination ihren Platz finden soll.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 01. März 2021 (03:44)
BVZ

Das alte Gemeindewohnhaus in der Franziskanerstraße ist aufgrund seines sehr schlechten Bauzustands nicht mehr sanierbar und muss abgerissen werden. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) schafft vor Ort wertvollen und zeitgemäßen Wohn- und Arbeitsraum: 20 betreute Seniorenwohnungen, ein Stützpunkt der Volkshilfe und Räumlichkeiten für eine Arztordination.

„Manchmal notwendig - bevor Neues entstehen kann, muss Altes entfernt werden. Das Schöne daran – es ist ein Beitrag zum Schutz von Grund und Boden, also nachhaltiges Bauen in gewachsenen Strukturen“, heißt es vonseiten des Bauträgers OSG.

Mit dem Bau werde noch heuer im Sommer gestartet, ein gemeinsames Ziel sei die Fertigstellung im Sommer 2022.

„Der Stützpunkt in Frauenkirchen ist zusätzlich zu unserem Stützpunkt in Nickelsdorf geplant. Der Fokus liegt auf der Pflege. Das heißt, von Frauenkirchen aus werden alle umliegenden Gemeinden im Bereich der Hauskrankenpflege betreut. Die Räumlichkeiten setzen sich aus einem Arbeitsplatz für die Teamleitung und einem Besprechungsraum für das ganze Team zusammen“, erklärt Markus Halper, Geschäftsführer der Volkshilfe Burgenland. In der Endausbaustufe werden 15 bis 20 Mitarbeiter von Frauenkirchen aus ihren Dienst verrichten.

Der Pflegebedarf der Burgenländer steige aufgrund der demografischen Entwicklung stetig. Aus diesem Grund wachse auch das Team der Hauskrankenpflege regelmäßig. Frauenkirchen sei der nächste logische Schritt in der Entwicklung im Bezirk Neusiedl am See. „Wir wollen wohnortnahe bei den Burgenländern sein. Die Verbindung zwischen Stützpunkt und Seniorenwohnungen am Standort ist ein ‚perfect fit‘.“

Der Stützpunkt sei die Zentrale für ein Pflegeteam. Die Mitarbeiter pflegen die Menschen aus den umliegenden Gemeinden. Im Stützpunkt selbst werde die Planung durchgeführt: „Es werden zum Beispiel Teambesprechungen hier abgehalten. Außerdem steht der Stützpunkt auch für Beratungsgespräche für pflegende Angehörige zur Verfügung“, erläutert Halper weiter.

„Pflegen, betreuen und informieren vor Ort“

Die Burgenländer wollen zu Hause alt werden. Daher gelte: mobil vor stationär. Die Volkshilfe Burgenland trage dieser Gegebenheit damit Rechnung, dass sie ihre Pflegeteams auch wohnortnahe aufstellt. „Wir pflegen, betreuen und informieren direkt vor Ort“, betont der Geschäftsführer.

Auch die Gemeinde selbst begrüßt das neue Bauprojekt im Zentrum von Frauenkirchen. Bürgermeister Josef Ziniel präzisiert: „Ich freue mich über dieses Revitalisierungsprojekt und auch darüber, dass präventiv eine Arztordination eingeplant wurde. Denn wir sind weiterhin auf der Suche nach einem Praktischen Arzt. Die Räume sind zwar flexibel zu gestalten und zu verwenden, aber wir hoffen natürlich auf einen neuen Allgemeinmediziner.“