Neusiedl am See: Debatte um Innenstadt am runden Tisch. Die sechs Bürgermeister-KandidatInnen folgten der Einladung der BVZ und diskutierten über die Belebung des Zentrums.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. September 2017 (10:29)
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Bereits vor fünf Jahren wurde beim Runden Tisch der BVZ über die Entwicklung der Innenstadt diskutiert. Das hat sich 2017 nicht geändert.

Für die FPÖ ist klar: „Ansiedlung rund um Neusiedl einbremsen oder ein wenig stoppen, dann wird in der Innenstadt nachgefragt. Wir müssen die Nachfrage dort hinbewegen“, so Spitzenkandidat Herbert Denk. Thomas Aufmesser (Neos) tritt für eine Attraktivierung ein: „Wir können das Outlet sicher nicht verlegen. Kundenfreundliche Parkraumbewirtschaftung wäre ein erster Schritt. Gegenüber vom Rathaus eine ausgehöhlte Bauruine zu sehen, ist natürlich nicht gut.“

„Was wollen wir in der Innenstadt? Mehr Leute oder mehr Geschäfte

Werner Escher, Bürgerliste, glaubt, dass Differenzierung notwendig ist: „Was wollen wir in der Innenstadt? Mehr Leute oder mehr Geschäfte – die dann für Personen interessant sind. Aber das geht ja nicht, weil die Mieten so hoch sind, teilweise auf Wien-Niveau.“

Für Alexandra Fischbach (Grüne) ist das Thema sehr komplex: „Ich glaube nicht, dass es „DIE“ Maßnahme gibt. Wir brauchen definitiv eine Verkehrsberuhigung, eine Steigerung der Aufenthaltsqualität – damit man wieder gern rein geht, damit die Innenstadt wieder zum sozialen Treffpunkt wird und wir brauchen ein Leerstandsmanagement.“

Stadtmarketing für ÖVP wichtig

Thomas Halbritter (ÖVP) meint: „Wir brauchen ein ganz aktives Stadtmarketing. Wirtschaft, Tourismus, Stadt müssen alle an einem Strang ziehen. Wir müssen gezielt in die Innenstadt investieren und brauchen mehr Wohnungen, mehr Büros, mehr Geschäftslokale, mehr Restaurants - einfach mehr Leben in der Stadt..“

Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) ist überzeugt: „Events wie Neusiedl in Weiß unterstützt auch der Tourismusverband und so kommt Neusiedl als Einkaufsstadt wieder ins Gerede. In wie weit man jetzt Einfluss auf Mieten hast, das ist schwierig, weil man einem Privaten nicht vorschreiben kann, wie viel er verlangen soll“. 

Die Antworten der Spitzenkandidaten lest ihr in der aktuellen Ausgabe der Neusiedler BVZ sowie im BVZ-ePaper