Parndorfer Bahnhöfe werden zukunftsfit. Parndorf: Neue Park & Ride Anlage und dynamisches Informationssystem am Bahnsteig.

Von Paul Haider. Erstellt am 15. Dezember 2019 (05:51)
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Fortschrittlich. Wolfgang Schroll, Landesrat Dorner und Thomas Bohrn (VOR) haben das neue Informationssystem am Bahnhof Parndorf Ort unter die Lupe genommen.
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Bischof, NÖP

Leser Christoph K. wollte im Rahmen der Aktion „Frag die BVZ“ wissen, was es mit den Bauarbeiten am „alten“ Bahnhof Parndorf auf sich hat und welche Verbesserungen sich Pendler am Bahnhof Parndorf Ort erwarten dürfen.

Wie die BVZ bereits berichtet hat (siehe hier) , wird derzeit eine neue Park & Ride Anlage für den alten Bahnhof (Bahnstraße) gebaut. Diese Arbeiten sind nun fast abgeschlossen: Laut ÖBB werden die 43 neuen Auto-Stellplätze und 20 Fahrrad-Abstellplätze den Bahnkunden ab Freitag, dem 20. Dezember, zur Verfügung stehen.

In den neuen Parkplatz werden 275.000 Euro investiert. 50 Prozent der Kosten werden von den ÖBB, jeweils 25 Prozent vom Land Burgenland und der Gemeinde Parndorf getragen.

Wie ÖBB-Pressesprecher Christopher Seif versichert, sei beim Bau der Park & Ride Anlage ein besonderes Augenmerk auf den Umweltschutz gelegt worden: „In der Planung wurde auf die Erhaltung des Baumbestandes Rücksicht genommen und die alten Kastanienbäume konnten dadurch erhalten werden. Jeder neue Park&Ride-Platz hat einen mehrfachen Nutzen: Zum einen wird der öffentliche Verkehr attraktiver, zum anderen leistet jeder einzelne Fahrgast mit dem Umstieg vom Auto auf die Bahn einen Beitrag für die Umwelt und auch für die Verkehrssicherheit.“

Umstieg von Bahn auf Bus wird erleichtert

Der Neubau der Park & Ride Anlage ist aber nicht die einzige Neuigkeit auf den Parndorfer Bahnstationen: Am Bahnhof Parndorf Ort, dessen großer Modernisierungs-Umbau im vergangenen Sommer abgeschlossen wurde, sorgt nun ein neues, dynamisches Fahrgastinformationssystem (kurz: DFI) für bessere Orientierung bei Umstiegen von Zug auf Bus. Dieses DFI-System zeigt auf mehreren Bildschirmen Abfahrtszeiten, Ziele und Bussteige der nächsten Busse an der Haltestelle in Echtzeit und in zwei Sprachen an. Die Überschriftenleiste der Anzeige wechselt zwischen Deutsch und Ungarisch, um auch für grenzüberschreitende Fahrten alle Informationen zur Verfügung stellen zu können. Bei Verspätungen werden auch Echtzeitinformationen angezeigt.

Laut Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) sollen ähnliche DFI-Systeme künftig an allen zentralen Bus-Bahn-Umsteigebahnhöfen im Burgenland installiert werden. „Rasche, zuverlässige Informationen über den Fahrplan sind neben Frequenz und Servicequalität die wichtigsten Parameter, wenn es darum geht, Fahrgäste zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren. Das neue DFI ist ein weiterer Schritt dazu“, so Dorner. Das DFI-System in Parndorf hat circa 13.000 Euro gekostet. 85 Prozent davon wurden durch die EU im Rahmen des Programms Interreg Österreich-Ungarn gefördert.

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) und das Land Burgenland investieren in die Installation der neuen Informations-Monitore rund 130.000 Euro. Derzeit werden in Mattersburg und Eisenstadt DFI-Systeme eingerichtet, weitere sollen 2020 im gesamten Burgenland folgen.