Am vergangenen Wochenende standen in Neusiedl die Tätowiernadeln im Dienst des Tierschutzes. Rund 150 Personen ließen sich für den guten Zweck tätowieren.
Konflikt am Parkplatz: Passant mit Auto weggeschoben?
Lenker angeklagt
Am 21. März 2026 spielten sich direkt vor einem Einkaufsmarkt in Parndorf dramatische Szenen ab: Ein Auto soll einen Mann erfasst haben, worauf dieser die Windschutzscheibe zertrümmerte.
Der 65-jährige Wiener soll beim Einfahren in eine Parklücke einen Mann verletzt haben.
© BVZ/Kirchmeir
Angeklagt wurde der 65-jährige Autolenker, ein Wiener, und zwar wegen Nötigung und Körperverletzung. Am Mittwoch, 15. Juli 2026, stand er wegen des Vorfalls in Eisenstadt vor Gericht und bekannte sich nicht schuldig.
Der Parkplatz vor dem Einkaufsmarkt war an diesem Samstag kurz nach Mittag gut besetzt. Der 65-jährige Wiener in seinem Peugeot und eine 52-jährige Wienerin waren auf Parkplatzsuche und bemerkten, dass direkt vor dem Geschäft jemand dabei war, auszuparken.
Der 42-jährige Beifahrer der Wienerin stieg aus deren Fiat und wollte nach eigenen Angaben über die nun bereits freie Parklücke in Richtung Gehsteig gehen.
„Als ich in der Mitte war, kam von hinten ein Auto, das mich am linken Oberschenkel erfasste“, so der 42-Jährige vor Gericht. „Es blieb nicht stehen, sondern schob mich mehrere Meter weiter.“ Er habe Angst gehabt zu stürzen und sich am Kopf zu verletzen, so der Zeuge. „Ich schrie: Halt! Stopp! He!“, sagte er
Er gab zu, bei dem Peugeot auf die Windschutzscheibe geschlagen zu haben, die dabei geborsten sei. Durch den Kontakt mit dem Auto habe er Rückenschmerzen erlitten. Auch sei bei ihm von der Hausärztin ein psychischer Schock diagnostiziert worden. 500 Euro Schmerzensgeld machte seine Anwältin geltend.
„Wie ich nach vorne schaue, sehe ich einen stämmigen Mann, der sich wie ein O-Liner beim American Football gegen die Motorhaube stemmt“, schilderte der Angeklagte die Situation. Er sei „relativ schnell zum Stillstand“ gekommen, eventuell nach einer Schrecksekunde.
Der Mann habe ihm dann „mit voller Wucht die Windschutzscheibe eingeschlagen“. „Das ist unser Parkplatz!“, soll der Fremde ins Auto gerufen haben. Das bestritt der 42-Jährige.
„Ich habe mich noch nie um einen Parkplatz gestritten“, bemerkte der Angeklagte. Und er fahre seit immerhin 50 Jahren.
„Der Herr redete ein paar Mal auf mich ein“, sagte der 42-Jährige. „Er sagte, ich soll mir das gut überlegen, er ist von der Presse.“
Darauf angesprochen, gab der Angeklagte an, er sei seit fünf Jahren in Invaliditätspension. Das „Presse“-Schild führe er noch immer in seinem Auto mit, weil sein Sohn, der ihn am Tag des Vorfalls begleitet habe, „in meine Fußstapfen tritt“.
Der Prozess wurde vertagt. Der Sohn, der sich wegen einer Bundesheerübung als Zeuge entschuldigt hatte, und jene Polizistinnen, die damals vor Ort gewesen waren, sollen vor Gericht befragt werden.