Aufruhr wegen Jagd auf Entenschar. Offenbar ausgesetzte Zuchtenten sollen auf der Leitha bejagt werden. Der Verein gegen Tierfabriken hat Anzeige erstattet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 04. September 2017 (08:35)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
(Un)gwisse Zukunft. Zuchtenten haben in wilden Gewässern nichts verloren. Der Verein gegen Tierfabriken setzt sich gegen die Bejagung der Entenschar auf der Leitha ein.
Verein gegen Tierfabriken

Vor Kurzem wurden auf der Leitha zwischen Nickelsdorf und Zurndorf mehrere Tausend offenbar ausgesetzte Zuchtenten beobachtet. Die Tiere sollen laut Aussagen des Vereins gegen Tierfabriken ausgesetzt worden sein und in nächster Zeit zur Jagd freigegeben werden. Der Tierschutzverein macht nun gegen dieses Vorhaben mobil.

Diskurs über aktuelle Gesetzeslage

Eine Entenschar auf heimischen Gewässern ist an und für sich nichts Ungewöhnliches, dass diese dort allerdings auf ihren Toteschuss warten, stößt dem Verein, welcher sich vehement für Tierrechte einsetzt, bitter auf.

Die Tiere sollen nach wie vor vor Ort gefüttert werden, nur um anschließend gemeinschaftlich bejagt zu werden. Das neue Tierschutzgesetz soll laut Aussage der Tierschützer das Aussetzen von Zuchtenten zur Jagd jedoch verbieten, da diese, wissenschaftlichen Studien zufolge, nicht in freier Wildbahn überleben können und bald darauf sterben. Vonseiten der beteiligten Gemeinden sowie der örtlichen Jägerschaft hält man sich über das aktuelle Geschehen auf der Leitha bislang bedeckt.

Der Verein gegen Tierfabriken hat nun Anzeige wegen Tierquälerei erstattet. Die BVZ berichtet weiter.