Erweiterung: 15 neue Krippenplätze. Ab Herbst 2017 gibt es in Parndorf Platz für 60 Kinder in vier Kinderkrippen: Am Zieselweg zieht eine neue Gruppe ein.

Von Paul Haider. Erstellt am 31. Mai 2017 (09:47)
BVZ
Ortschef Wolfgang Kovacs: „Werden uns die Entwicklung anschauen“. 

Parndorf ist im Bezirks-Vergleich eine echte „Babyboom“-Gemeinde: Jedes Jahr freut man sich über 50 bis 55 neugeborene Bürger. Diese Entwicklung stellt das Dorf aber auch vor Herausforderungen, denn in den Bildungseinrichtungen wird der Platz knapp.

2016 wurde der dritte Kindergarten am Zieselweg eröffnet, wo derzeit drei Familiengruppen (Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren) untergebracht sind. Im letzten Jahr ist es aber auch in den drei Kinderkrippen im Kindergarten in der Emmerich-Kalman-Gasse zunehmend enger geworden.

Zwei Betreuerinnen werden aufgenommen

Daher war es an der Zeit, neue Plätze zu schaffen, wie Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) gegenüber der BVZ schildert: „Wir sind jetzt schon in den Kinderkrippen bis auf den letzten Platz voll. Wir hatten zuletzt die Situation, dass Eltern einen Krippenplatz wollten und zwei Monate darauf warten mussten. Daher haben wir im Gemeinderat den Beschluss gefasst, eine vierte Kinderkrippe am Zieselweg zu eröffnen. Hier haben wir schon die Räumlichkeiten und müssen nur noch Möbel kaufen und Personal aufnehmen, eine Kindergartenassistentin und eine Pädagogin.“

BVZ, Haider
Platz wird knapp. Im Herbst wird eine neue Kinderkrippe im Parndorfer Kindergarten III am Zieselweg eröffnet.

Dass auch die vierte Kinderkrippe auf Anhieb „ausgebucht“ sein wird, glaubt der Ortschef nicht. Daher werde überlegt, eine Gemeinde-übergreifende Gruppe zu gründen: „Es gibt viele Gemeinden in der Umgebung, die keine Krippe haben und wir bekommen laufend Anfragen von verzweifelten Eltern. Teilweise rufen mich auch Bürgermeister-Kollegen an“, erzählt Wolfgang Kovacs.

Die ganztägige Betreuung von Kleinkindern ist mittlerweile zur gesellschaftlichen Notwendigkeit geworden und auch aus Parndorf nicht mehr wegzudenken, wie Bürgermeister Kovacs zu berichten weiß: „Man muss berücksichtigen, dass Parndorf eine Zuzugsgemeinde ist und den Familien oft die traditionelle Infrastruktur zur Kinderbetreuung mit Großeltern, Tanten und Onkeln fehlt.

Dazu kommt, dass die meisten Jungfamilien auf ein zweites Gehalt angewiesen sind. Man kann eine Oma nicht ersetzen, aber man kann Rahmenbedingungen schaffen, damit es den Familien gut geht. Das ist uns ein Anliegen.“