Shopping-Projekt „Neusee“ sucht neue Investoren. Der bisherige Betreiber will gesamtes Projekt verkaufen. Entscheidung über Zukunft soll spätestens Ende des Jahres fallen.

Von Pia Reiter. Erstellt am 23. August 2017 (06:15)
BVZ
Auf Eis gelegt. Dort wo früher Werbung für das Einkaufszentrum prangte, steht jetzt ein leerer Plakatständer. Das Projekt „Neusee“ wird von den bisherigen Betreibern nicht mehr umgesetzt, neue Investoren werden gesucht.

Ein leerer Plakatständer sorgte in den vergangenen Tagen in der Stadt für ein Brodeln der Gerüchteküche. Konkret geht es dabei um die riesige Plakatfläche im Neusiedler Betriebsgebiet, die bis vor wenigen Tagen mit der Aufschrift „here comes neusee“ für das geplante Einkaufszentrum warb.

Nun ist davon nichts mehr zu sehen, aufgetaucht sind aber Gerüchte über ein Aus für das Projekt.

Denkbar sind zwei Optionen

Die BVZ fragte bei Bruno Kracher nach, der als Geschäftsführer der Businessparks Burgenland für die Vermarktung des Betriebsgebietes zuständig ist. „Das Plakat wurde vom Unwetter zerstört und liegt im Windschutzgürtel. Es trifft aber zu, dass die bisherigen Projektbetreiber das Neusee nicht mehr selbst umsetzen wollen.“

Denkbar sind laut Kracher zwei Optionen: Derzeit werden jedenfalls Investoren gesucht, die entweder das Projekt mit allen Genehmigungen im Gesamten übernehmen oder sollte das nicht gelingen, das Grundstück kaufen. Die bisherigen Betreiber verfolgen beide Strategien, eine Entscheidung wird im Herbst, spätestens jedoch für Ende des Jahres erwartet.

2007 gab es erste Gespräche mit den späteren Projektentwicklern des „Neusee“, 2012 kaufte Thomas Hönigsberger eine Grundstücksfläche von 66.340 Quadratmetern im Neusiedler Betriebsgebiet.

Dort sollten auf einer vermietbaren Fläche von 30.459 Quadratmetern an die 25 Shops entstehen. 2012 wurden die Projektkosten auf 68 Millionen Euro geschätzt, davon Baukosten von 50 Millionen Euro. Bis zu 550 Arbeitsplätze sollten mit dem neuen Shoppingtempel entstehen.