570 Ideen für die Neugestaltung. Wünsche der Neusiedler reichen von einer Promenade bis zu mehr Gastronomie, Wasserspielplatz und Minigolfanlage.

Von Pia Reiter. Erstellt am 21. Juni 2017 (08:10)
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Wünsche deponiert. Die Neusiedler haben sich an der Neugestaltung des Seebades beteiligt und ihre Ideen per Mail und Postkarten eingebracht. Nun wird per Wettbewerb ein neues Konzept ermittelt, in dem die Anregungen einfließen sollen. Die Umsetzung des Siegerprojektes soll schrittweise erfolgen.
BVZ, Pia Reiter

Nachdem im Mai die Stadtgemeinde gemeinsam mit den Freizeitbetrieben die Neusiedler dazu aufgerufen hatte, ihre Ideen, Wünsche und Anregungen für ein neues Seebad Konzept einzubringen. Je nach Wetterlage schwanken die jährlichen Besucherzahlen im Neusiedler Seebad zwischen 36.000 und 56.000. Auch für den Tourismus ist es eine wichtige Infrastruktureinrichtung.

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Nun liegen nun die ersten Ergebnisse vor: Es waren in Summe 570 Anregungen, eingeschickt auf Postkarten oder per Mail, die ausgewertet wurden. „Das verschafft uns einen guten Gesamtüberblick über die Stimmungslage. Wir haben nun einen ganz guten Eindruck, was sich die Bürger wünschen und diese Ergebnisse sollen im Wettbewerb aufgehen. An der Zahl merkt man, dass es ein Thema ist, das die Neusiedler interessiert und bewegt“, erklärt Stadtrat Thomas Halbritter (ÖVP).

Hier die wichtigsten Ideen und Anregungen für das neue Konzept:

– Kein Hotel und keine Uferbereiche an Private/Privilegierte.

– Bessere Trennung zwischen Baden und Sport (zu Land und zu Wasser).

– Errichtung einer Seepromenade für Spaziergänger

– Im Bereich Gastronomie gab es zwei Trends: Einerseits wird leistbares, gesundes Essen für die ganze Familie (kein Fast Food) gewünscht, ähnlich wie im alten Seerestaurant, aber qualitativ höherwertig und gesünder. Andererseits möchten vor allem die Wassersportler ein Surferbar/-cafe als entspannte und günstigere Ergänzung zur Mole West, das auch Jugendliche ansprechen soll.

– Gewünscht werden auch ein Holzsteg, um schnell ins tiefere Wasser zu kommen sowie Holzplattformen am Wasser zum Liegen und Entspannen.

– Großes Thema war auch Schatten im Seebad: der Baumbestand wird von den Neusiedler als sehr wichtig angesehen und sollte erhalten bleiben.

– Spezialanliegen der Kiter und Surfer: Wichtig sind verschiedenen Wasserzugänge, weil bei unterschiedlichen Windverhältnissen unterschiedliche Plätze geeignet sind.

–Mehr Angebot für größere Kinder /Jugendliche: Wasserrutsche/Badeinsel.

– Das zusätzliche Freizeitangebot von Minigolf- und Trampolinanlage direkt am See wird vermisst.

–Parken: Mehr Parkplätze und/oder öffentlicher Zubringer/Bummelzug.

– Fahrrad: Neben einer sicheren Abstell- und Absperrmöglichkeit sind Kosten und Verfügbarkeit der Mietkabinen ein limitierender Faktor bei der Rad-Anreise. Die Neusiedler verwenden das Auto, weil sie ihr Badezubehör (Liegen) hin- und hertransportieren müssen.

– Forderung nach mehr Kabinen und/oder Verleih von Liegen, Sonnenschirmen.

Chrakter des Seebades soll erhalten werden

„Der Charakter des Seebades soll erhalten werden. Für die Neusiedler ist es wichtig, dass es unaufgeregt, schattig und grün bleibt“, so der Stadtrat. Der Wettbewerb läuft bis Ende Juli, danach wird es eine Präsentation geben und eine Prämierung. „Der Gewinner wird mit der Ausarbeitung des Masterplans beauftragt“, betont Halbritter.

Dessen Umsetzung soll dann schrittweise in den nächsten Jahren erfolgen. „Vorher muss geklärt werden, wie viel uns das kostet und wie wir das finanzieren und umsetzen können. Viel wird auch vom Seehotel abhängen. Mein großes Ziel ist es, die zwei Hotelprojekte zu einem zu verheiraten“, sagt Halbritter.