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„Schweinisches“ Motiv auf Briefmarke präsentiert
Frauenkirchen
Im Rahmen eines Sonderpostamts wurde heute die neue Sonderbriefmarke der beliebten Briefmarkenserie „Seltene Nutztierrassen“ mit dem Mangaliza-Schwein als Motiv bei Bio-Bauer und Schweinezüchter Josef Göltl in Frauenkirchen offiziell präsentiert.
Vizebürgermeister Matthias Doser, Bürgermeister Hannes Schmid, Landesrätin Daniela Winkler, Alois Mondschein, Joe Göltl, Kirsten Lubach und Nationalparkdirektor Johannes Ehrenfeldner
© Klaus Zwinger
Fett, walzenförmig und mit viel Speck: Auf diese Eigenschaften geht der Name des Mangaliza-Schweins im osteuropäischen Sprachraum zurück. Wurde es ursprünglich genau wegen dieser Eigenschaften gezüchtet, führten veränderte Essgewohnheiten später zu einer Verdrängung durch magerere Schweinerassen. Ende der 1970er-Jahre wurde das Mangaliza-Schwein in Österreich nur noch in National- und Tierparks gehalten und galt als vom Aussterben bedroht. Die Österreichische Post widmet daher das diesjährige Motiv der beliebten Briefmarkenserie „Seltene Nutztierrassen“ dem Mangaliza-Schwein.
Die „schweinische“ Sonderbriefmarke wurde von Kirsten Lubach gestaltet, hat einen Nennwert von 95 Cent und ist in einer Auflage von 370.000 Stück erschienen. Wenn Schweine Briefmarken sammeln könnten, würden sie dieses Exemplar ab sofort in allen Postfilialen, auf onlineshop.post.at oder beim Sammler-Service der Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-service@post.at) bekommen.
Das Mangaliza-Schwein
Aufgrund seines ungewöhnlichen Fells, das aus Wolle und lockigen Borsten besteht, wird das Mangaliza-Schwein im Volksmund auch „Wollschwein“ genannt. Im Vergleich zu seinen Vorfahren, den Wildschweinen, sind nur noch wenige Hausschweine so dicht behaart wie die Mangaliza-Schweine. Die dicke Speckschicht und das Fell schützen sie vor extremer Witterung und ermöglichen es ihnen, das ganze Jahr über im Freiland zu leben. Ihr Charakter ist sehr gutmütig, sie sind zutraulich und lassen sich gerne streicheln. Das Fell der Mangaliza-Schweine kann rot, blond oder mehrfarbig sein, wobei letzteres an den gefleckten Bauch einer Schwalbe erinnert. Das hochwertige, zarte und eher dunkle Fleisch wird vor allem für die Herstellung von Wurst, Speck und Schmalz verwendet.