Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken

Treffpunkt

Am vergangenen Samstag lud der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel zum Lackenfest im Rahmen des Projekts LIFE Pannonic Salt ein. Am Grillplatz in Apetlon erfreuten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher am umfangreichen Programm.

Von Von Julian Fözö

Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel lud zum Lackenfest nach Apetlon.

Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel lud zum Lackenfest nach Apetlon.

© Julian Fözö, JULIAN FOEZOE

Das Lackenfest bot einen idealen Rahmen, um das Projekt für die Bevölkerung greifbar zu machen und den direkten Dialog zu stärken. Ziel des EU-geförderten Projekts LIFE Pannonic Salt ist es, die einzigartigen Lebensräume der Sodalacken zu erhalten und die darin vorkommenden Tier- und Pflanzenarten langfristig zu schützen.

Zahlreiche Infostände luden zum Informieren, Nachfragen und Mitdiskutieren ein. Viele Anrainerinnen und Anrainer nutzten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen und ihre Anliegen zu den geplanten Maßnahmen mit dem Projektteam zu teilen.

Auch die Projektpartner des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel - das Amt der Burgenländischen Landesregierung, der WWF Österreich sowie die Technische Universität Wien - stellten ihre Arbeit vor und informierten über Maßnahmen zum Schutz der einzigartigen Sodalacken im Seewinkel.

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Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken
Referentin Victoria Werner und LH-Stv.in Anja Haider-Wallner mit Adrian Flores-Orozco, Prof. für Geophysik an der TU-Wien, an einem der zahlreichen Infostände

© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken

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© Julian Fözö, JULIAN FOEZOE

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© Julian Fözö, JULIAN FOEZOE

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Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken

© Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

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© Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

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© Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

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© Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

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© Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel

Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken
Projektmitarbeiterin Tina Achs, Referentin Victoria Werner, LH-Stv.in Anja Haider-Wallner, Harald Grabenhofer, Fachbereichsleiter Nationalpark-Forschung

© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Apetlon: Ein Fest zum Schutz der Salzlacken
Anja Haider-Wallner im Gespräch mit Anrainern

© Büro LH-Stv.in Haider-Wallner

Kinder konnten beim Stationenbetrieb mit Nationalparkrangern und auf einem mobilen Spielplatz die Natur spielerisch entdecken. Die Themen Sodalacken, Artenvielfalt und Naturschutz wurden durch „Lackenrätsel“ und „Forschung zum Mitmachen“ greifbar und erlebbar gemacht.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner war vor Ort und begrüßte die Gäste: „Das Lackenfest ist eine wichtige Gelegenheit, um die Menschen vor Ort aktiv in das Projekt einzubinden und die Bedeutung der Sodalacken sichtbar zu machen. Nur gemeinsam mit der Bevölkerung kann es gelingen, diese einzigartigen Lebensräume zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten.“

Die Projektmitarbeiter freuten sich über das große Interesse der zahlreichen Gäste - ein wichtiges Signal dafür, wie bedeutsam es ist, der Bevölkerung den Wert von Schutz und Restaurierung der einzigartigen Salzlebensräume zu vermitteln.

Hohes Energie-Einsparungspotenzial durch klimaangepasste Landwirtschaft

Im Rahmen des Festes wurden auch zentrale Projektinhalte präsentiert – darunter geplante wasserbauliche Maßnahmen sowie das Arbeitspaket „Perspektiven für eine grundwasserschonende Landwirtschaft“.

Dieses Teilprojekt wird unter der Leitung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL Österreich) umgesetzt. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Burgenland, BIO AUSTRIA Burgenland und der Universität für Bodenkultur Wien werden dabei zukunftsorientierte Modelle für eine ressourcenschonende und standortangepasste Landwirtschaft im Seewinkel erarbeitet.

Erste Zwischenergebnisse zeigen deutlich: Durch gezielte Klimaanpassungen in der Landwirtschaft – etwa die Umstellung auf elektrisch betriebene Bewässerungspumpen – lassen sich erhebliche Energie- und CO₂-Einsparungen erzielen. Aktuell laufen weitere Untersuchungen zu trockenresistenten Kulturen sowie zum regionalen Bewässerungsbedarf. Die finalen Ergebnisse werden in den kommenden Monaten erwartet.

„Die Zwischenergebnisse zeigen bereits, wie groß das Potenzial für eine klimaangepasste und ressourcenschonende Landwirtschaft im Seewinkel ist“, so Haider-Wallner. „Sie sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Entwicklung der Region – im Einklang mit Natur, Klima und den Bedürfnissen der hier lebenden Menschen.“

Aktualisiert am 16.9.2025 um 12:20