Hornek: „Es ist eine Katastrophe!“ - Sturm verwüstet Kittsee

Aufräumarbeiten im Gange

Die Marktgemeinde Kittsee wurde am Donnerstag von einem schweren Unwetter heimgesucht. Seit heute früh sind zahlreiche freiwillige Helfer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Von Klaus Zwinger

Derzeit sind die Aufräumarbeiten im Gange.

Derzeit sind die Aufräumarbeiten im Gange.

© Klaus Zwinger

Am gestrigen Donnerstag wurde die Marktgemeinde Kittsee gegen 17:30 Uhr von einem schweren Unwetter heimgesucht. Wie Bürgermeister Johannes Hornek berichtet, war das Ausmaß des Unwetters ursprünglich schwer zu fassen. „Es ist eine Katastrophe!“, meinte er, angesichts zahlreicher abgedeckter Dächer und einer Vielzahl weiterer Schäden. Vizebürgermeister Johann Paradeisz berichtet, dass zahlreiche Grabsteine auf dem Kittseer Friedhof umgefallen sind.

Ein Blick auf die Einsatzkarte der Feuerwehr ( www.lsz-b.at ) offenbart das Ausmaß des Unwetters: Ein Baucontainer wurde zerstört, Bauzäune lagen auf der Straße. Im Bereich der K1 und K2 Shopping Center wurden Autos und Einkaufswagen beschädigt, auch Straßenlaternen, Bäume und Überdachungen hielten den Windböen nicht stand.

Im Ortsgebiet waren zahlreiche Bäume beschädigt oder umgestürzt. Dazu kamen kaputte Zäune, herumgewirbelte Gegenstände und massive Schäden an mehreren Dächern. Teilweise wurden Dächer komplett abgedeckt, bei Blechdächern bestand die Gefahr, dass sie sich lösten. Auch große Lkw-Anhänger wurden durch den Sturm umgeworfen.

Neben den Sturmschäden sorgte auch der Starkregen für Probleme. An mehreren Stellen stand das Wasser knöcheltief, zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. Auch der Friedhof von Kittsee wurde laut Gemeinde stark getroffen.

Im Laufe des Abends wurden weitere Feuerwehren zur Unterstützung alarmiert. Neben der FF Kittsee standen die Feuerwehren aus Bruckneudorf, Deutsch Jahrndorf, Edelstal, Gattendorf, Neusiedl am See, Pama und Zurndorf im Einsatz. Insgesamt waren mehr als 20 Fahrzeuge, darunter zwei Hubrettungsfahrzeuge, und rund 130 Einsatzkräfte vor Ort. Rund 60 Einsatzadressen mussten abgearbeitet werden.

Zu den wichtigsten Aufgaben zählten Sicherungsarbeiten an beschädigten Dächern, Pumparbeiten sowie das Entfernen umgestürzter Bäume und weitere Aufräumarbeiten.

Kurz vor 1 Uhr konnten die nachalarmierten Feuerwehren wieder einrücken. Die Feuerwehr Kittsee blieb auch danach im Einsatz. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand. Auch in Edelstal waren vor der Nachalarmierung nach Kittsee mehr als zehn Einsatzadressen abzuarbeiten. Den Feuerwehren wurde für die Unterstützung durch Essensspenden und andere Sachleistungen gedankt.