Gemeinsam organisierten der Lutschburger Weinklang, der Brauverein Priwi sowie die Volkstanz- und Trachtengruppe Lutzmannsburg am Samstag ein heiteres Oktoberfest.
Stadterhebung: Erst als Ministrant dabei, jetzt als Stadtchef
50 Jahre Stadt
Bürgermeister Johann Heisz im BVZ-Gespräch über die "Jubilarin" und die Feierlichkeiten.
Präsentation der Jubiläumsweine beim Neujahrskonzert. Vizebürgermeister Nikolaus Dominkovits, Bürgermeister Johann Heisz, Georg Wieder, Burgi Wieder, Lisa Pfneisl-Kölly und Bernhard Kölly, Vizebürgermeisterin Christina Köppel und die Stadträtinnen Gerlinde Heger und Eva Maria Kneisz mit den flüssigen Schätzen des Jubiläumsjahres.
© Michaela Grabner
In Oberpullendorf stehen heuer 800 Jahre erste urkundliche Erwähnung und 50 Jahre Stadterhebung an. Wie wird dieses doppelte Jubiläum gefeiert?
Johann Heisz: Wir haben einiges vor, aber man muss das Finanzielle auch im Auge behalten. Das eigentliche Jubiläum wird von 23. bis 25. Mai gefeiert werden. Gleich darauf am 27. Mai macht die Große Burgenland Tour in Oberpullendorf Station. Schon vorher, im März, gibt es beispielsweise ein Musical von einer Oberpullendorferin für Oberpullendorf. Der Faschingsumzug wird unter diesem Motto stehen, die Pullenale ebenfalls. Wir planen auch gemeinsam etwas mit Unterpullendorf zu machen, das ebenfalls 800 Jahre feiert. Demnächst wird das genaue Programm veröffentlicht werden.
Wie haben Sie selbst als Kind die Stadterhebung erlebt? Durften Sie schon damals in irgendeiner Weise aktiv mitwirken?
Johann Heisz: Ich habe damals vor 50 Jahren als Ministrant aktiv mitgewirkt. Das ist mir noch gut in Erinnerung. Ich hatte die Ehre, den Stab von Bischof Laszlo zu tragen. Das war das erste und einzige Mal in meinem Leben, dass ich weiße Handschuhe anhatte. Nach der Festmesse sind alle Gäste angefangen von Bundespräsident Kirchschläger die Hauptstraße mit Musik hinaufmarschiert, wo der Festakt stattgefunden hat.
Wie hat sich Oberpullendorf in den vergangenen 50 Jahren verändert bzw. entwickelt?
Johann Heisz: In Oberpullendorf ist man schon noch am Land, aber es hat auch diesen Stadtcharakter. Ich glaube, dass sich Oberpullendorf gut entwickelt hat. Im Gesundheitsbereich sind wir gut abgedeckt. Aber die wirtschaftliche Situation ist schwieriger geworden als zur Hochblüte in den 80er- und 90er-Jahren, damals ist quasi alles von selbst gelaufen. Heute gibt es Leerstände, weil sich vieles in die Peripherie verlagert hat. Aber das ist nicht nur in Oberpullendorf so. Viele Städte, landesweit und bundesweit, haben dieses Problem.
Was macht den besonderen Reiz von Oberpullendorf aus? Was unterscheidet Oberpullendorf von anderen Städten in Österreich?
Johann Heisz:Man ist eben doch noch am Land, kann aber die Möglichkeiten des städtischen Lebens nutzen: Ob Behördenwege, medizinische Versorgung oder Ausbildung, alles ist zentral vor Ort, dennoch ist der ländliche Flair erhalten geblieben.
Welchen besonderen Herausforderungen hat sich Oberpullendorf gegenwärtig und in nächster Zukunft zu stellen?
Johann Heisz: Den Wirtschaftsstandort Oberpullendorf vermehrt zu stärken. Leerflächenmanagement ist ein ganz großes Thema ebenso die fehlenden medizinischen Bereiche abzudecken. Trotz mehrmaliger Ausschreibung ist es bislang nicht gelungen, einen Hautarzt zu finden.
Warum sind Sie persönlich stolz darauf, Oberpullendorfer zu sein?
Johann Heisz:Meine Wurzeln sind da und ich bin zufrieden in Oberpullendorf, von der Wohnqualität über das familiäre bis hin zum beruflichen Umfeld. Ich war nie wo anders, ich war immer in Oberpullendorf, Ich habe auch meinen Urlaub in Oberpullendorf verbracht.
Was wünschen Sie Oberpullendorf zum doppelten runden Geburtstag?
Johann Heisz:Dass wir Oberpullendorf weiter nach vorne bringen, dass wir unsere Vorhaben umsetzen und dass wir alle Probleme, die da sind angehen und letztendlich auch Lösungen dafür umsetzen.