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Schülerzahl sinkt auf 7: Zukunft der Volksschule Kalkgruben im Fokus
Erste Gespräche
Die mögliche Schließung der Volksschule Kalkgruben sorgt derzeit für diverse Diskussionen in der Marktgemeinde Weppersdorf. Der Anlass: Sinkende Schüler- und Schülerinnenzahlen, die im kommenden Schuljahr nach aktuellem Stand auf sieben Kinder zurückgehen. Während die Gemeindeverwaltung unter Bürgermeister Manfred Degendorfer betont, dass derzeit keine konkreten Pläne für eine Schließung bestehen, sind die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler besorgt und entschlossen, sich für den Erhalt der Schule einzusetzen.
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Am 8. April 2025 wandte sich die Bildungsdirektion Burgenland an die Gemeindeverwaltung sowie die Schulleitung der Volksschule Kalkgruben, um auf die Problematik der rückläufigen Schüler- und Schülerinnenzahlen aufmerksam zu machen. Daraufhin wurde kurzfristig ein Elternabend einberufen, um die Situation zu erläutern und eine transparente Kommunikation zu gewährleisten. Vertreter der Gemeinde, darunter Bürgermeister Manfred Degendorfer und Ortsvorsteher Herbert Degendorfer, sowie eine Vertreterin der Bildungsdirektion versicherten, dass keine voreiligen Entscheidungen getroffen würden.
„Wir sind noch in einer offenen Diskussion“, betont Bürgermeister Degendorfer. „Die Lage muss zunächst besprochen und bewertet werden. Hierbei möchten wir sicherstellen, dass alle Beteiligten – Eltern, Schulleitung und Gemeindegremien – in den Prozess eingebunden werden.“
Eltern setzen sich für den Erhalt der Schule ein
Erwin Giefing, ein betroffener Vater, hat im Namen aller betroffenen Eltern eine Petition für den Erhalt der Schule eingereicht. Er zeigt sich besorgt über die aktuelle Entwicklung: „Mein Sohn besucht derzeit die erste Klasse, und für meine Frau und mich war die Entscheidung, ihn in Kalkgruben zur Schule zu schicken, eng mit der Zusicherung verbunden, dass der Schulstandort langfristig gesichert sei. Umso unverständlicher ist es für uns, dass jetzt eine mögliche Schließung im Raum steht.“
Die Petition, die innerhalb kürzester Zeit über 476 Unterschriften sammelte, fordert nicht nur den sofortigen Stopp aller Vorbereitungen zu einer Schließung, sondern auch eine langfristige Strategie zur Sicherung kleiner Schulstandorte. Erwin Giefing betont, dass die Schule alle pädagogischen Anforderungen mit hoher Qualität erfülle und seit der Abschaffung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestschülerzahl im Jahr 2020 auch rechtlich nichts gegen ihren Fortbestand spreche.
Zudem weist Giefing darauf hin, dass die finanzielle Belastung für die Gemeinde mit jährlich zwischen 30.000 und 50.000 Euro lediglich rund 0,85 Prozent des Gemeindebudgets ausmache. Eine Schließung wäre daher, laut ihm keine sinnvolle Sparmaßnahme. Er kritisiert zudem, dass das Schulgebäude unter Denkmalschutz steht, was bedeutet, dass es auch bei einer Schließung weiterhin Kosten für die Gemeinde verursachen würde, da ein Verkauf unter diesen Umständen schwierig sei.
Für die betroffenen Eltern und Kinder ist die Volksschule weit mehr als nur eine Bildungseinrichtung. „Die Volksschule ist ein Herzstück unseres Dorflebens. Sie stärkt die soziale und emotionale Stabilität der Kinder, bietet eine Plattform für Begegnungen und ist ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft“, erklärt Giefing.
Ortsvorsteher unterstützt Schulstandort
Ortsvorsteher Herbert Degendorfer zeigt sich solidarisch mit den Eltern und der Dorfgemeinschaft. „Die Volksschule ist ein wichtiger Bestandteil von Kalkgruben und trägt wesentlich zum sozialen Zusammenhalt bei. Wir leben den Leitspruch ‚Unsere Schule Kalkgruben lebt‘ und setzen uns dafür ein, dass das auch so bleibt.“ Degendorfer betont zudem, dass die Schließung der Schule nicht nur die Bildungssituation, sondern auch die gesamte Infrastruktur des Ortsteils negativ beeinflussen würde.
Die Diskussion um die Zukunft der Volksschule Kalkgruben zeigt, wie wichtig das Thema für die gesamte Gemeinde ist. Sowohl die Gemeinde als auch die Eltern betonen den Wunsch nach einem konstruktiven und lösungsorientierten Dialog, um gemeinsam einen Weg für die Zukunft der Schule zu finden. Ein weiterer Elternabend am 28. April 2025 soll zusätzliche Klarheit schaffen, bevor das Thema anschließend im Gemeinderat beraten wird.