1,2 Millionen Euro-Projekt: Mehrheit für Schulumbau. Nach langer Diskussion gab es im Gemeinderat grünes Licht für die Mietvereinbarung mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft, die den Bau abwickelt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. August 2017 (05:00)
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In der Volksschule Mannersdorf wird eine zusätzliche Klasse benötigt. Außerdem sollen Räume für die Nachmittagsbetreuung, die bis dato vorübergehend in Klostermarienberg untergebracht ist, sowie ein Mehrzwecksaal entstehen. Mehrheitlich wurde vom Gemeinderat die Mietvereinbarung mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft beschlossen, die für die Gemeinde den Um- und Zubau abwickeln wird.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro, wobei 478.000 Euro auf die Volksschule, 224.000 Euro auf die Tagesbetreuung und 534.000 Euro auf den Mehrzwecksaal entfallen. Laut Bürgermeister Johann Schedl darf man rund 600.000 Euro an Förderungen erwarten und hat zusätzlich bereits eine Sonderbedarfszuweisung vom Landeshauptmann in Höhe von 140.000 Euro erhalten.

2.199 Euro monatliche Miete für Gemeinde

Der Mietzins, der auf 30 Jahre gerechnet wurde, orientiert sich am 6 Monats-Euribor und beträgt aktuell 2.199,12 Euro. Dem Beschluss waren eine längere Diskussion und eine von der ÖVP beantragte Sitzungsunterbrechung vorausgegangen. Schließlich gab es seitens der ÖVP sechs Enthaltungen und eine Gegenstimme, die restlichen ÖVP-Mandatare einschließlich Vizebürgermeister Johann Plemenschits und die gesamte SPÖ stimmten für die Vereinbarung. „Wir finden den Zeitpunkt für so ein großes Projekt in der letzten Sitzung vor der Wahl als nicht passend, stimmen aber unter dem Vorbehalt zu, für die Kinder und deren Notwendigkeit ordnungsgemäß unterrichtet zu werden, Umbaumaßnahmen zu setzen.

Wir hätten uns eine umfassendere Diskussion gewünscht“, erläuterte Plemenschits. So meinte ÖVP-Gemeinderat Thomas Mayer: „Dass wir eine dritte Klasse brauchen, ist keine Frage. Den Saal kann ich für mich nach bestem Wissen und Gewissen nicht mitentscheiden. Es stehen zwei, drei Projekte an, wo man einen Saal einbeziehen kann. Wir brauchen zum Beispiel ein Gemeindezentrum mit Arztpraxis, dort würde mir ein Mehrzwecksaal besser gefallen.“ Mayer könnte sich indes gut vorstellen, dass einmal der Kindergarten an den Schulstandort verlegt wird, um die gesamte Betreuung für Kinder von zwei bis zehn Jahren an einem Platz zu haben.

Grobe Arbeiten vor Schulbeginn beendet

Bürgermeister Schedl meinte: „Das Projekt geht als Gesamtprojekt wie es vorliegt oder nicht, jeder muss nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden, wenn abgelehnt wird, wird das Projekt gestoppt, sonst wird es umgesetzt.“ In den nächsten Wochen soll die bestehende Terrasse abgerissen werden, damit die groben Arbeiten noch vor Schulbeginn beendet sind.