Ziel sind 100 neue Lehrstellen. Die Arbeitsmarktservice-Regionalstelle und die Wirtschaftskammer wollen neue Lehrbetriebe gewinnen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Februar 2017 (05:20)
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Offizieller Projektstart: Jutta Mohl, Sabine Lehner, Rita Glasner und Marc Beisteiner.
BVZ, Tritremmel

Vorige Woche war Startschuss für ein landesweites Pilotprojekt, das die Arbeitsmarktservice(AMS)-Regionalstelle und die Wirtschaftskammer gemeinsam durchführen. Ziel ist es, 100 zusätzliche Lehrstellen im Land zu schaffen. „Wir wollen einerseits Betriebe zurückgewinnen, die eine Ausbildungsberechtigung haben aber in den vergangenen fünf Jahren keine Lehrlinge ausgebildet haben und andererseits Betriebe gewinnen, die noch nie Lehrlinge ausgebildet haben“, erklärt AMS-Regionalstellenleiterin Jutta Mohl.

Derzeit bilden im Bezirk 124 Betriebe Lehrlinge aus. 39 offene Lehrstellen sind aktuell gemeldet. Denen stehen 77 Lehrstellensuchende gegenüber, von denen allerdings nur 16 sofort verfügbar werden, der Rest ist noch in der Schule. Mohls Erfahrung nach gibt es unterschiedliche Gründe, warum Betriebe keine Lehrlinge ausbilden. Diese reichen von schlechten Erfahrungen mit einem Lehrling über die Abwesenheit durch die Berufsschule bis zu den Kosten und der Angst einen „schlechten Lehrling“ nicht kündigen zu können.

Arbeiterkammer soll ins Boot geholt werden

Aus Mohls Sicht gibt es Fakten, die diese Bedenken entschärfen können wie zum Beispiel volkswirtschaftliche Erhebungen, welche Vorteile ein Lehrling für den Betrieb bringt. „Wir glauben auch, dass viele Betriebe nicht wissen, welche Fördermöglichkeiten es für Lehrlinge gibt“, so Mohl. Deshalb möchte man gemeinsam mit der Wirtschaftskammer zu Betrieben gehen.

Außerdem ist ein Kundenmeeting für Unternehmen geplant, für das man auch die Arbeiterkammer ins Boot holen möchte und wo die Betriebe sämtliche Informationen Lehrlinge betreffend mit einem Schlag erhalten können – von Themen wie verkürzter Lehre über Unterstützung während der Zeiten in der Berufsschule bis Kündigungsmodalitäten oder Möglichkeiten von Tests vor Aufnahme eines Lehrlings. „Wir wollen das Image der Lehre heben, Jugendliche motivieren, eine Lehre zu machen, wenn sie dafür geeignet sind und gute Lehrlinge für die Betriebe“, so Mohl.