Kritik an Beschilderung der "Thermen-Route". Thermengäste aus dem Norden werden über B61a geführt, obwohl Strecke länger ist. Auch Tonnagebeschränkung regt auf.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. September 2017 (05:55)
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Beschilderung. Die Tonnagebeschäränkung sorgte bei der Wirtschaftskammer für Kritik.
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Die Beschilderung zur Therme ist derzeit Thema in der Region. Nach der Eröffnung der B61a werden Thermengäste, die aus dem Norden kommen, nun beim Kreisverkehr an der S31-Abfahrt Oberpullendorf Süd nicht mehr in Richtung Stadt Oberpullendorf und somit über die B61 durch Frankenau-Unterpullendorf, sondern über die neue Straße geleitet. Dies hat insofern für Kritik gesorgt, da letztere Route in eine Fahrtrichtung um etwa drei Kilometer länger ist als die Strecke über die B61.

Wolfgang Heckenast, Leiter der Baudirektion im Burgenland, führt dazu auf Anfrage der BVZ aus: „An sich ist man immer bestrebt, den Verkehr auf die höherrangige Straße zu führen. Die Strecke ist zwar länger, führt aber nicht durch so viele Ortsdurchfahrten.“

Heckenast ergänzt, dass es ein Gespräch mit der WiBug (Wirtschaft Burgenland Gmbh), der Eigentümergesellschaft der Therme, gegeben hat.

„Gespräche mit Thermengesellschaft“

„Es sollen die Wegweiser zur Therme optimiert werden, sowohl vom Aussehen als auch von der Routenplanung her“, meint er. Man werde sich die Situation mit der Thermengesellschaft genau ansehen.

Auch die Beschilderung der 7,5-Tonnen Beschränkung in den Anrainergemeinden der B61a sorgte in den vergangenen Wochen für Aufregung. Hier wurde zuerst ein Fahrverbot über 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ausgeschildert, damit wären auch Autobusse, landwirtschaftliche Fahrzeuge, Müllabfuhr und Feuerwehr betroffen gewesen, so die Wirtschaftskammer.

Dann wurden auch Teile vorübergehend überklebt. Die Wirtschaftskammer hat eine Stellungnahme an die Bezirkshauptmannschaft geschickt, dass die Verordnung unverständlich, wirtschaftsfeindlich und eigentlich auch nicht notwendig sei. Da es sich um keine Mautstraße handle und die Umfahrung ohnehin kürzer sei, werde kein Transit-Lkw freiwillig den längeren Weg fahren.

Anrainergemeinden sollten entlastet werden

Bezirkshauptmann Klaus Trummer führte dazu aus, dass die Thematik der Tonnagenbeschränkungen schon länger zurückliegt und es bereits vor der Eröffnung der B61a Anfragen aus den Anrainergemeinden dazu gegeben habe. „Als die B61a dann eröffnet wurde, haben wir gesagt, wir beschränken analog wie auf dem Teilstück der B50, der parallel zur S31 verläuft. Eigentlich wollen wir damit die Anrainergemeinden entlasten“, so der Bezirkshauptmann.

Er räumt ein, dass es bei der Verordnung zu Fehlern gekommen sei, meint aber: „Das Ziel war immer die Anrainergemeinden zu entlasten, und nie die lokale Wirtschaft in irgendeiner Art zu belasten.“

Bedenken wurden schon Ende Juni deponiert

Die Wirtschaftskammer habe ihre Bedenken bereits Ende Juli in einem Schreiben kundgetan. „Wir hatten zu dieser Zeit auch bereits Kenntnis davon und haben gesagt, die Verordnung ist zu überdenken“, führt Trummer aus. Man habe die Wirtschaftskammer auch zu einem Gespräch eingeladen, um eine Lösung zu finden. „Es sind Dinge in der Verordnung, die muss man korrigieren“, so Trummer. Es werde nun weitere Gespräche geben, in denen alle Varianten durchdiskutiert werden.

Auch Baudirektor Wolfgang Heckenast meint zur Causa: „Die 7,5 Tonnen Beschränkung ist klar erforderlich, damit der Lkw-Verkehr nicht durch die Orte fahren kann. Das ist der Verkehr, der die Bevölkerung der Orte wie etwa Steinberg oder Oberloisdorf auch so massiv gestört hat.“