Bezirk Oberwart: Was von der Bahn bleibt

Erstellt am 10. Februar 2022 | 03:09
Lesezeit: 2 Min
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Übereinkommen unterzeichnet. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und Silvia Angelo, Vorstandsdirektorin der ÖBB-Infrastruktur.
Foto: Millendorfer
Mehr als 260 Millionen Euro werden bis 2027 in Maßnahmen für die Bahnzukunft des Burgenlands investiert. Auf den Bezirk Oberwart entfällt davon nichts.
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Von einem „guten Tag für die PendlerInnen“ sprach Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ), als er in der Vorwoche mit ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo das finale Übereinkommen zum Bahnausbau präsentierte. Bis zum Jahr 2027 werden 260 Millionen Euro investiert; 29 Millionen davon werden durch das Land finanziert.

Im Zentrum stehen neben Elektrifizierungs-Projekten und zweigleisigem Ausbau auch drei neue „multimodale Verkehrsdrehscheiben“: in Parndorf mit Wien- und Bratislava-Nähe, in Wulkaprodersdorf (Stichwort: in 45 Minuten von Eisenstadt nach Wien) und im steirischen Raum Friedberg (von wo auch das Südburgenland abgedeckt werden soll). Aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner heißt es dazu auf BVZ-Anfrage, dass man die Machbarkeiten für die Mobilitätsdrehscheibe im Raum Friedberg/Aspang derzeit gemeinsam mit der ÖBB prüfe: „Burgenländische Pendler würden dann bequem in 90 Minuten von Friedberg mit dem Zug nach Wien kommen. Die Einrichtung einer solchen Mobilitätsdrehscheibe soll gemeinsam und unter Einbindung der Partner aus den Ländern Steiermark und Niederösterreich umgesetzt werden. Darüber wird es in den nächsten Monaten erste Gespräche geben“, so Dorner. Die geplante Mobilitätsdrehscheibe im Raum Friedberg/Aspang ist übrigens, wie man aus dem Büro bestätigte, nicht Teil des Investitionspakets, das mit den ÖBB präsentiert wurde.

Nord-Süd-Diskussionen gehen weiter

Kritische Stimmen kamen von der ÖVP: Verkehrssprecher Georg Rosner forderte für das Südburgenland „gleichwertige Bahnverbindungen nach Wien“. „Hier sind Land, ÖBB und auch die Verkehrsministerin Leonore Gewessler gefordert. Sie alle müssen vom Reden ins Tun kommen, das Eisenbahnnetz ist teilweise vorhanden, jetzt muss modernisiert und ausgebaut werden“, so Rosner.

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