Projekt „Akutordination“: Ersthilfe im Spital

Das österreichweit einzigartige Projekt „Akutordination“ ist gut angelaufen. Ausweitung auf das Nordburgenland ist in Planung.

Michael Pekovics
Michael Pekovics Erstellt am 22. Februar 2017 | 04:42
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Foto: NOEN, bilderbox.at

Vor rund vier Monaten startete im Krankenhaus Oberwart das Pilotprojekt „Akutordination“. Patienten haben seither zu den Tagesrandzeiten (17 bis 22 Uhr) im Spital eine fixe Anlaufstelle für allgemeinmedizinische Notfälle. Damit sollen einerseits die Hausärzte und andererseits auch das Spital entlastet werden.

„Die Akutordination ist mittlerweile schon so gut angelaufen, dass auch andere Krankenhäuser sich diesem Projekt anschließen möchten“, erklärte Landesrat Norbert Darabos (SPÖ). Zukünftig soll dieses Modell auf das gesamte Burgenland ausgeweitet werden. Ein ähnliches Projekt ist bereits im Nordburgenland geplant.

Akutordination: Offen für alle ab 17 Uhr

„Die Einführung ist ein wichtiger Schritt in die Richtung einer modernen Gesundheitsversorgung. Der Pilotversuch dient auch der Attraktivierung des Landarztberufes. Durch die Begrenzung der Dienstzeiten sollen Ärzte motiviert werden, Landarztstellen zu übernehmen“, betont Darabos.

Tatsächlich verringert sich durch das Projekt die Arbeitsbelastung für die Hausärzte. Bisher mussten diese nämlich rund zwei Mal pro Woche Nachdienst leisten, durch den Einsatz in der Akutordination verringert sich das auf rund einen Bereitschaftsdienst im Spital alle zwei Wochen.