Mit dem Projekt „Ein Haus geht, ein Ort bleibt“ soll das Areal der ehemaligen Volksschule und des Kindergartens neu gestaltet werden. Geplant sind neun Startwohnungen, ein Pflegekonzept für ältere Menschen und ein neuer Dorfplatz.
29. Roma-Wallfahrt nach Mariazell
Erinnerung und Hoffnung
Welche Bedeutung Gedenken und Spiritualität in den Kulturen der Roma und Sinti haben, zeigte auch heuer wieder die traditionelle Roma-Wallfahrt nach Mariazell. Was einst durch das NS-Regime durch Deportationen, Zwangsarbeit und Vernichtung brutal zerstört wurde, findet eine neue, friedliche Form der Erinnerung.
Die Roma-Wallfahrt war auch heuer wieder ein berührendes Erlebnis.
© KVÖR
Zum 29. Mal machten sich Roma und Sinti am zweiten Sonntag im August auf den Weg nach Mariazell. Der Tag war geprägt von Spiritualität, Hoffnung und lebendiger Kultur. Die heilige Messe wurde von Weihbischof Franz Scharl, Superior Michael Staber, Pfarrer Helmut Schüller und Roma-Seelsorger Matthias Platzer gefeiert. Für viele Teilnehmer:innen ist die Wallfahrt ein kraftvoller Ausdruck des Glaubens und eine Quelle der Stärkung.
Doch die Wallfahrt ist nicht nur ein religiöses Ereignis, sondern auch ein Zeichen gelebter Kultur. Die neu gegründete Heavy-Metal-Band (Roma)ntic Death gestaltete Messe und Nachmittagsgebet musikalisch mit ungewohnten, aber eindringlichen Klängen, die viele Herzen erreichten.
So wurde die Wallfahrt zu einem Tag, der Erinnerung und Gegenwart miteinander verbindet – getragen von Glauben, Kultur und dem Bewusstsein, dass jede Generation Verantwortung trägt, dieses Erbe lebendig zu halten.