Bahnkauf: Land will Geld von Gemeinden. Land kauft Oberwart-Friedberg, drei Gemeinden sollen sich finanziell beteiligen. Die sind derzeit aber noch zurückhaltend.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:49)
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ÖBB Gleise Schienen Symbolbild
ÖBB/Deopito

Die Güterbahnstrecke Friedberg-Oberwart soll endgültig vom Land übernommen werden, der Kauf ist kürzlich in einer Aufsichtsratssitzung der Verkehrsinfrastruktur Burgenland (VIB) beschlossen worden. VIB-Geschäftsführer Andreas Reiner erklärte, dass die Finanzierung noch ausverhandelt werden müsse. Bund, Land und Gemeinden sollen sich die Kosten teilen, wobei der Bund 50 Prozent übernehmen werde, der Rest werde zwischen Land und Gemeinden aufgeteilt.

Die angesprochenen Gemeinden entlang der Bahnlinie – Oberwart, Riedlingsdorf und Pinkafeld – freuen sich zwar, dass die Bahnstrecke vom Land übernommen wird, einer Kostenbeteiligung stehen sie aber skeptisch gegenüber. „Ich bin der Meinung, dass eventuell der ganze Bezirk finanziell miteingebunden wird“, sagt Kurt Maczek (SPÖ Pinkafeld).

Sein Riedlingsdorfer Amtskollege Wilfried Bruckner (SPÖ) stärkt ihm den Rücken: „Die Region braucht die Bahn, also können auch alle anderen Gemeinden mitzahlen.“ Oberwarts Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) will vor einer Zustimmung mehr Informationen, „wofür das Geld der Steuerzahler eigentlich verwendet wird“, und fordert eine „Offenlegung der Kosten“.