Bahnstrecke wird zum Test für selbstfahrende Züge. Bahnstrecke Oberwart-Friedberg wird ab Juni 2018 Teststrecke für selbstfahrende Züge. Güterverkehr wird nicht beeinträchtigt.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 27. September 2017 (05:59)
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Zwei Wochen nach dem Kauf der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg durch das Land gibt es die nächste gute Nachricht für den Streckenabschnitt: Das Infrastrukturministerium plant mit dem Land und der Wirtschaft den Ausbau zu einer Teststrecke für selbstfahrende Züge. Das gaben Infrastrukturminister Jörg Leichtfried, Landeshauptmann Hans Niessl, Thomas Scheiber (Wirtschaftskammer) und Roman Hebenstreit (vida) am Dienstag bekannt.

Einzigartige Teststrecke in Europa

Eine derartige Teststrecke ist in Europa einzigartig, im „Open.Rail.Lab“ sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Technologien für die Eisenbahn erproben. In die Aufrüstung der Strecke werden rund elf Millionen Euro investiert, weiters werden seitens des Ministeriums pro Jahr fünf Millionen Euro für Forschungsprojekte bereitgestellt.

Selbstfahrende Züge aus dem Burgenland

„Im Burgenland werden künftig selbstfahrende Züge entwickelt und getestet, etwa intelligente Loks, die mit Eisenbahnkreuzungen und Autos kommunizieren und so Unfälle verhindern“, sagt Leichtfried.

Für Niessl wiederum ist das Projekt eine Chance, die Forschungsquote mit burgenländischer Beteiligung zu steigern: „Mit dem ‚Open.Rail.Lab‘ wird Forschungseinrichtungen und Industrie die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenzen und Innovationen im Zuge der Digitalisierung auf der Schiene im großen Stil zu entwickeln und zu testen.“

Der Start erfolgt im Juni 2018

Die 25,2 Kilometer lange Teststrecke verläuft von Oberwart über Altpinkafeld, Pinkafeld und Schäffernsteg nach Friedberg. Sie umfasst insgesamt acht Haltestellen, zwölf Eisenbahnkreuzungen und einen 524 Meter langer Tunnel. Die Inbetriebnahme der Teststrecke erfolgt im Juni 2018.