Rohrbruch verstärkte Algenansammlung im Wehoferbach. Die verunreinigte Wasseroberfläche des Wehoferbaches sorgte in der Vorwoche für Rätselraten. Der Grund war ein Rohrbruch, der die Algenbildung verstärkte.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. April 2020 (05:14)
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Der Wehoferbach, der mitten durch Oberwart fließt, galt seit jeher als Zuhause für Wildenten, Frösche und Fische. „In den vergangenen Wochen ist der Bach aber zunehmend verschmutzt, ähnlich wie die Spazierwege nebenan. Die Wasseroberfläche weist einen immer stärker werdenden Öl- und Schmutzfilm auf, welcher das Gefieder der letzten verbliebenen Wildenten verklebt und verdreckt“, ruft Landtagsabgeordnete Ilse Benkö jetzt Bürgermeister Georg Rosner auf, zu handeln.

„Es muss eine Grundreinigung des Bachlaufs erfolgen und Maßnahmen gesetzt werden, um eine biologische Hygiene dauerhaft zu gewährleisten. Resultierend aus einer mikrobiologischen Untersuchung der Wasserqualität muss festgestellt werden, durch welche Stoffe das Wasser chemisch verunreinigt wird und wie man es schafft, den Wehoferbach zu regenerieren“, so Benkö.

Darauf angesprochen lässt Rosner ausrichten, dass keine Verschmutzung vorliege und auch eine chemische Analyse nicht notwendig sei. Wirtschaftshof-Leiter Markus Imre kann das Rätsel um den vermeintlichen Schmutzfilm auf der Wasseroberfläche erklären: „Aufgrund eines Rohrbruchs musste der Wasserstand des Baches gesenkt werden. Leider konnten wir aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialen den Schaden noch nicht beheben. Durch den geringen Wasserstand und die sommerlichen Temperaturen hat sich ein Nährboden für Algen gebildet. Die vermeintliche Verunreinigung ist durch Blütenstaub entstanden.“

Bürgermeister Rosner: „Das Problem mit achtlos weggeworfenem Müll versuchen wir, so gut wie möglich zu bekämpfen. Vor allem seit Ausbruch der Coronakrise bemerken wir, dass Müll vermehrt in der Natur entsorgt wird. Das sollte wieder besser werden, da die Abfallsammelstelle mit eingeschränktem Betrieb wieder geöffnet wurde. Trotzdem appelliere ich an die Bürger, besser auf die Umwelt und die Natur zu achten und sich auch nicht davor zu scheuen, Müll-Sünder anzuzeigen.“