Projekt im ganzen Bezirk. Das Projekt der „Bürgerpolizei“ wird verlängert und ausgebaut. Kritik kommt von den Grünen und der Volkspartei.

Von Richard Vogler. Erstellt am 23. August 2017 (10:59)
Archiv
Mobil unterwegs- Die Sicherheitspartner absolvieren ihre Kontrollen mit dem Elektroauto, wie hier in Schandorf (rechts Bürgermeister Werner Gabriel).

Nach einem Jahr „on tour“ wird das Projekt „Sicherheitspartner“ verlängert – dies gab FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Herbert Tschürtz im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt.

„Die Sicherheitspartner in den neun burgenländischen Pilotgemeinden kommen sowohl bei der Bevölkerung als auch bei Bürgermeistern sehr gut an. Ihre Präsenz wird als sehr positiv bewertet und die Rückmeldungen sind ausgesprochen erfreulich“, fasste Tschürtz die Ergebnisse der zum Projekt kürzlich durchgeführten Befragung zusammen und auch das Sicherheitsgefühl sei gestiegen. Im Rahmen der „Aktion 20.000“ des Bundes soll das Projekt ab 2018 auch auf weitere Gemeinden im ganzen Burgenland ausgedehnt werden, zunächst als Pilot in der gesamten Region Oberwart.

Von den 500.000 Euro Kosten werden von der EU 200.000 Euro beigesteuert. Kritik kommt von Seiten der ÖVP und der Grünen. „Obwohl erneut darauf hingewiesen wurde, dass das Projekt ‚Sicherheitspartner‘ wissenschaftlich begleitet wird, wurden bisher keine messbaren Ergebnisse der Pilotphase vorgelegt, die den Einsatz von immerhin 500.000 Euro Steuergeld pro Jahr rechtfertigen würden“, so Strommer in einer Presseaussendung. Geht es nach der Grünen Landessprecherin Regina Petrik, so gehört das Geld für die Sicherherheitspartner in das Sozialressort.

„Auch die neuesten Zahlen zeigen, dass das Burgenland das sicherste Bundesland in einem der sichersten Staaten der Welt ist. Warum dann soviel Steuergeld zusätzlich in ein Projekt gesteckt wird, das — ch einer ersten Evaluierung zu schließen – für die tatsächliche Sicherheit in den Gemeinden nichts bringt, ist mit vernünftigen Argumenten nicht mehr erklärbar“, so Petrik. Geht es nach Tschürtz, so hat die ÖVP „keine Sicherheitskompetenz. Und wenn die Jungen Grünen zu den Kommunisten wechseln, erübrigt sich jeder Kommentar.“