Friedensradmarathon wurde abgesagt. Wegen neuer Auflagen für die Durchführung verzichtet Veranstalter Werner Glösl heuer auf die Veranstaltung.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 05. Juli 2017 (06:00)
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Auflagen wurden erhöht, FriedensRadmarathon fällt aus.
BVZ, Archiv

Der Friedens-Radmarathon muss nach 23 Jahren erstmals abgesagt werden. Grund dafür sind laut Veranstalter Werner Glösl die zunehmenden Auflagen seitens der Behörden. Hintergrund dafür ist der Unfall eines Radfahrers im Vorjahr in Bad Kleinkirchheim – dieser erlitt eine Querschnittslähmung und klagte danach sowohl die Behörde als auch den Veranstalter. Deshalb wurden die Auflagen für die Durchführung von Radsportveranstaltungen in Österreich erhöht.

Erste Absage nach 23 Jahren

„Wir sind jetzt als Veranstalter auch für die gesamte Straßenoberfläche auf der Strecke verantwortlich und müssten auch für Sturzräume entlang der Route sorgen, das wurde uns bei einem Termin in der Sicherheitsabteilung des Landes so mitgeteilt“, erklärt Friedens-Radmarathon-Veranstalter Werner Glösl. Zusätzlich wäre Glösl mit seinem Team auch für die Absicherung der Schutzwege entlang der gesamten Strecke verantwortlich gewesen, immerhin knapp 30 an der Zahl. „Dafür ‚beeidetes Straßenaufsichtspersonal‘ zu finden, ist unmöglich. Ebenso sind wir laut Behörde für jeden Riss, jede Unebenheit und für jedes Schlagloch in der Fahrbahn verantwortlich.“

Auf Anfrage der BVZ gab es seitens der zuständigen Behörde keine Stellungnahme, weil der zuständige Mitarbeiter nicht anwesend war. Ob der Friedensmarathon 2018 wieder stattfinden wird, lässt Glösl zu diesem Zeitpunkt noch offen.