Sommerakademie befasst sich heuer mit "Heimatland Erde"

Die Sommerakademie des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK) steht heuer unter dem Motto "Heimatland Erde - Friedenspolitik im Zeitalter des Anthropozäns".

Erstellt am 22. August 2021 | 06:00
Konferenz Symbolbild
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Foto: Makhh; shutterstock.com

Von 1. bis 4. September befassen sich die Referenten und Teilnehmer damit, dass die Menschheit zwar globale Probleme erzeuge, aber bisher "keine globale Solidarität zustande gebracht" habe, so das ÖSFK. Erstmals findet die Akademie nicht in Stadtschlaining, sondern online statt.

Ausschlaggebend für die Verlegung von der südburgenländischen Burg Schlaining ins Internet waren laut ÖSFK Sanierungsarbeiten. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen steht das Werk "Terre-Patrie" des Philosophen und Anthropologen Edgar Morin. Referiert wird über die globalen Probleme der heutigen Zeit - die Coronakrise, den Klimawandel, das Artensterben, die "Gefahr der Selbstauslöschung durch einen atomaren Schlag" und "nationalistisch motivierte Kriege".

Diese Krisen verdeutlichen laut ÖSFK die Komplexität der Welt und die wechselseitigen Abhängigkeiten. Dennoch herrsche weiterhin "egozentrisches, nationales und regionales Denken" vor. Die Sommerakademie will sich deshalb auch mit einer "Reform des Denkens, des Fühlens und des Handelns sowie eines gemeinsamen Bewusstseins als menschliche Schicksalsgemeinschaft" auseinandersetzen. Morins Thesen sollen dafür weiterentwickelt und Handlungsperspektiven daraus abgeleitet werden.