Das Spiel mit dem Spital . Die aktuellen Schließungsdiskussionen rund um die Krankenhäuser Güssing und Hartberg bieten Anlass zu einem Vergleich: Oberwart hat definitiv klar die Nase vorn.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 03. August 2017 (12:48)
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91.000 Patienten werden jährlich im Schwerpunktkrankenhaus Oberwart betreut, das sind rund drei Mal so viele wie in Güssing (30.200) und weit mehr als doppelt so viele wie in Hartberg (38.000). Vorläufig sieht es nicht danach aus, dass eines dieser drei Häuser geschlossen wird, im Burgenland hatte die Landesregierung ja erst kürzlich ihre Standortgarantie und die Zusicherung für das „wohnortnahe Spital“ erneuert.

Dr. Kurt Resetarits, Ärztlicher Leiter in Oberwart
BVZ

Fakt ist aber, dass Landeshauptmann Hans Niessl eine „strategische Neuausrichtung in der Gesundheitsvorsorge“ angekündigt hat. Die alte Vorgehensweise, dass Patienten aus dem Landesnorden zum Teil in Spitäler nach Wien und Patienten aus dem Süden nach Wiener Neustadt oder in die Steiermark gebracht werden, funktioniere nicht mehr, so der Landeshauptmann. Um die Synergien optimal zu nutzen, sollen Kooperationen zwischen Spitälern ausgeweitet werden.

Angelehnt an den Österreichischen Strukturplan für Gesundheit soll es ab Herbst eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen Krankenhäusern geben, die einen regionalen Strukturplan für Gesundheit erstellen. Befassen wird sich dieser damit, wie bessere Kooperationen zwischen den einzelnen fünf Krankenhäusern im Burgenland erzielten werden können.