Das Duell der Saison

1. Klasse Mitte

Weppersdorf und Forchtenstein lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zur letzten Minute der Saison – am Ende steigen beide Mannschaften auf, aber auf völlig unterschiedlichen Wegen zum Erfolg. Ein Blick auf zwei beeindruckende Bilanzen.

Von Dominik Falk

Weppersdorf gegen Forchtenstein – das direkte Duell der beiden Aufsteiger brachte auf den Punkt, was die ganze Saison ausmachte: ein enger, intensiver Kampf zwischen den beiden stärksten Teams der Liga.

Weppersdorf gegen Forchtenstein – das direkte Duell der beiden Aufsteiger brachte auf den Punkt, was die ganze Saison ausmachte: ein enger, intensiver Kampf zwischen den beiden stärksten Teams der Liga.

© Strodl

Selten lagen zwei Mannschaften über eine ganze Saison so nah beieinander wie Weppersdorf und Forchtenstein. Nach der Hinrunde stand es 35:34 Punkte für Weppersdorf, in der Rückrunde holten beide Teams exakt 38 Zähler – ein Gleichlauf, der sich auch in der Endabrechnung zeigt: 73 zu 72 Punkten, 23 zu 22 Siege, nur eine Niederlage Unterschied. Am Ende war es Weppersdorf, das sich mit dem hauchdünnen Vorsprung den Meistertitel sicherte, während Forchtenstein als Vizemeister souverän den zweiten Aufstiegsplatz fixierte.

Wer einen Blick auf die Statistiken wirft, erkennt schnell: Die beiden Aufsteiger erreichten ihre Erfolge auf völlig unterschiedlichen Wegen. Weppersdorf jagte mit traumhaften 110 erzielten Toren als eines der wenigen Teams österreichweit über die 100er-Marke und stellt mit einem Torverhältnis von 110:32 die mit weitem Abstand beste Offensive der Liga. Vorne mit dabei: Stürmer Gabor Markus, der mit 26 Treffern den vereinsinternen Topscorer-Titel einfuhr.

Forchtenstein hingegen setzte auf die andere Seite des Spielfelds. Mit nur 23 Gegentoren – schon in der Hinrunde fielen lediglich 11 Treffer in 15 Spielen – ist man die unangefochtene Nummer eins in der Defensive der Liga. Torhüter Manuel Geisendorfer unterstrich das mit einem Ligabestwert von 510 Minuten ohne Gegentor. Und auch offensiv ließ sich Forchtenstein nicht verstecken: Dino Guc traf ebenfalls 26 Mal und teilt sich damit punktgleich mit Markus den Titel als vereinsinterner Top-Torschütze – ligaweit reichte das jeweils nur zu Rang drei hinter Alen Csizmadia (Kroatisch Geresdorf, 30 Tore) und Mate Honyak (SPG Hrvati, 28 Tore).

Für Weppersdorf-Trainer Lorandt Schuller war es ein Meisterrennen, das bis zur letzten Sekunde spannend blieb: „Am Anfang der Saison waren mehrere Teams ganz vorne dabei – mit SPG Hrvati und Kroatisch Geresdorf zusätzlich zu Forchtenstein und Nikitsch/Kroatisch Minihof. Bis zum Ende blieb dann der Dreikampf mit Nikitsch/Kroatisch Minihof und Forchtenstein – es war alles offen bis zum Ende." Trotz des eigenen Titels findet er lobende Worte für die Konkurrenz: „Ich gratuliere Forchtenstein für die super Saison und auch den Aufstieg – es sind die beiden stärksten Mannschaften aufgestiegen, das war ein spannender Kampf.“

Auch Forchtenstein-Trainer Ronald Spuller blickt zufrieden auf die Saison zurück: „Vor der Saison hätte uns keiner zugetraut, dass wir 72 Punkte holen – wir haben uns das verdient, mit nur 2 Niederlagen in 30 Spielen und der besten Defensive der Liga." Auch er gratuliert dem Rivalen fair: „Die Konkurrenten Weppersdorf haben den Titel völlig verdient – sie haben einen wahnsinns Kader mit viel Qualität."