Die Ruhe nach dem Sturm
1. Klasse Mitte
Dörfl lieferte dem Tabellenführer Weppersdorf einen erbitterten Kampf
Dörfl startete furios in das Duell mit Tabellenführer Weppersdorf – Alessandro Stirling traf nach nur 50 Sekunden. Am Ende setzte sich der Favorit mit 3:1 durch.
© Martin Ivansich
Was für ein Beginn. Kaum war die Partie angepfiffen, jubelte Dörfl: Alessandro Stirling nutzte einen Stellungsfehler des Weppersdorfer Torwarts, der sich beim Abfangen eines hohen Balls verschätzte. Der Ball übersprang ihn, Stirling schob ins leere Tor – gerade einmal 50 Sekunden waren gespielt. Ein Traumstart für den Gastgeber, der den Favoriten sichtlich aus dem Konzept brachte.
Was folgte, war ein zähes Ringen. Dörfl wehrte sich mit leidenschaftlichem Einsatz und konsequenten hohen Bällen gegen den Druck des Spitzenreiters. Weppersdorf suchte den Weg zum Tor und drückte immer wieder an, fand gegen einen kompakt stehenden und kämpferisch starken Gastgeber aber lange keine Lücke. Beide Teams legten alles in die Waagschale, das Spiel entwickelte sich zu einem intensiven Duell auf Augenhöhe. Kurz vor der Pause fiel dann doch der Ausgleich: Gabor Markus setzte sich bei einem Alleingang gegen mehrere Dörfler durch und traf zum 1:1 – ein harter Rückschlag für die Gastgeber, die bis dahin so gut dagegengehalten hatten. Kaum hatte die zweite Hälfte begonnen, legte ein heftiges Gewitter die Partie für rund 45 Minuten lahm – eine dramatische Unterbrechung in einem ohnehin aufgeladenen Spiel.
Nach der Wiederaufnahme fand Weppersdorf seine Linie. Martin Gosztola brachte die Gäste mit dem 2:1 in Führung, und in der 90. Minute sorgte David Gera mit dem 3:1 für die endgültige Entscheidung. Dörfl hatte über weite Strecken mutig gekämpft und den Favoriten zu einem zähen Auftritt gezwungen – trotz der Niederlage eine Leistung, auf die der Gastgeber durchaus stolz sein kann. Dass Weppersdorf letztlich mit drei Punkten die Heimreise antrat, sagt mehr über die Qualität des Siegers als über die Schwäche von Dörfl.