Alarmstufe Rot im Kellerduell
2. Klasse Nord
Für die beiden Teams zählt in diesem Keller-Krimi nur eines: Verlieren verboten.
Wegen einer Gelb-Rot-Sperre muss Marcell Deak (r.) im richtungsweisenden Schicksalsspiel tatenlos von außen zusehen.
© Johannes Götzinger
Am Samstagnachmittag (16.00 Uhr) kommt es zu einem echten Keller-Krimi: Wenn der Siebte UFC Schützen das Schlusslicht SC Trausdorf empfängt, kreuzen die formschwächsten Teams der Liga die Klingen. Bei den Hausherren brannte nach der jüngsten Talfahrt und 23 Gegentoren endgültig der Baum: Der Verein zog unter der Woche die Reißleine und trennte sich von Trainer Michael Szorger. Nun soll der sportliche Leiter Dominik Rotter als Interimscoach übernehmen – eine Herkulesaufgabe, zumal der Kader in Schützen von Woche zu Woche gleichermaßen rotiert wie überrascht. Doch bei den Gästen aus Trausdorf sieht die Welt keineswegs rosiger aus: Mit mageren einem Zähler ziert man das Tabellenende und muss nach einer Gelb-Roten Karte in der Vorwoche auch noch auf Vorjahres-Torgarant Marcell Deak verzichten. Trausdorf-Pressesprecher Stefano De Martin nimmt seine Elf dennoch schonungslos in die Pflicht: „Nächste Woche muss ein Sieg her – komme was wolle! Wir haben jetzt hintereinander die beiden Titelfavoriten vor der Brust gehabt und über weite Strecken sehr gute Leistungen gezeigt. Wir müssen uns jetzt auch mal belohnen, in Führung gehen und vorne wegspielen.“ Vor der Unberechenbarkeit der Schützener warnt er dennoch: „Schützen ist eine Wundertüte – man weiß nie, wer da auf der anderen Seite am Platz steht. Ich erwarte ein enges, zweikampfgeprägtes Spiel mit dem hoffentlich besseren Ende für uns.“
Ein Keller-Krimi, der keinen Favoriten kennt. Wenn die verunsicherten Hausherren auf das Schlusslicht treffen, zählt nur eines: Den freien Fall um jeden Preis verhindern.