Beim SC Trausdorf hat das Warten ein Ende
2. Klasse Nord
Am Wochenende durfte Trausdorf den langersehnten ersten Saisonsieg bejubeln.
Marcell Deak (r.) meldete sich nach seiner Sperre direkt mit einem Doppelpack zurück.
© Johannes Götzinger
Das Kellerduell hielt, was es versprach: Der SC Trausdorf jubelt über den langersehnten ersten Saisonsieg, während der FC Großhöflein noch tiefer in die Krise stürzt. Dabei glich die Anfangsphase für das bisherige Tabellenschlusslicht einem echten Albtraum. Großhöflein dominierte, traf zweimal die Latte und ging durch Attila Fajt (28.) in Führung.
Doch der Gegentreffer wirkte für Trausdorf wie ein dringend benötigter Defibrillator. Während sich Großhöflein laut Trainer Christian Neckamm unerklärlicherweise „in Passivität zog“, schlugen die Hausherren eiskalt zurück. Nur vier Minuten nach dem Rückstand besorgte Marcell Deak den 1:1-Ausgleich (32.).
Nach der Pause kam die Heimelf laut SCT-Pressesprecher Stefano De Martin spürbar mutiger aus der Kabine und bestrafte die inaktiven Gäste: Erneut war es Marcell Deak, der die Partie in der 51. Minute komplett auf den Kopf stellte. Als Mark Brezovac wenig später die furiose Trausdorfer Phase krönte und sogar auf 3:1 erhöhte (59.), stand der Sportplatz Kopf. Großhöflein schöpfte durch den 3:2-Anschlusstreffer von Ricardo Flasch (65.) zwar noch einmal kurz Hoffnung, doch der SCT verteidigte den Heimsieg mit Zähnen und Klauen über die Zeit.
Mit diesem Befreiungsschlag gibt Trausdorf (nun 5 Punkte) die Rote Laterne ab und klettert auf Rang zehn. Großhöflein hingegen rutscht auf den vorletzten Platz ab – für Trainer Neckamm eine bittere Pille: „Am Ende haben wir uns diese unnötige Niederlage selbst zuzuschreiben.“
Am kommenden Spieltag gastiert Trausdorf bei der Heimmacht aus Sigleß. Für den SCT könnte sich dabei eine große Chance auftun: Sigleß tankte zuletzt gegen Oggau zwar Selbstvertrauen, verlor jedoch im selben Spiel gleich drei weitere Akteure verletzungsbedingt. Diese Personalsorgen könnten Trausdorf entscheidend in die Karten spielen.