Zwei Derbys mit jeder Menge Hochspannung

2. Liga Nord

Wimpassing empfängt am Sonntag, 16.30 Uhr, Nachbar Hornstein. Eine halbe Stunde später gastiert Illmitz in Wallern.

Von Martin Plattensteiner

Auswärts kein Durchhänger. Jetzt will Wallern mit Trainer Wolfgang Fischer daheim gegen Illmitz voll anschreiben.

Auswärts kein Durchhänger. Jetzt will Wallern mit Trainer Wolfgang Fischer daheim gegen Illmitz voll anschreiben.

© Plattini

Hohe Ansprüche, diese hat man sowohl in Wimpassing als auch in „Hornstein“. Das Wort „Meistertitel“ nimmt niemand offiziell in den Mund, kaufen würde man dieses Paket aber sicher gerne.

Dass man Liga-Krösus Siegendorf ärgern kann, bewiesen die Hornsteiner mit 1:1 am vergangenen Freitag. „Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt sofort genommen“, so Sportchef Basti Reinprecht. „Nach dem Match sage ich: Schade, da war mehr drinnen.“

In Wimpassing will man nahtlos dort anknüpfen, womit man gegen Siegendorf aufgehört hat. „Früher hätte ich mich von Namen blenden lassen“, blickt Reinprecht auf den aktuellen Kader der Wimpassinger. „Aber wenn wir weiter so performen, ist es nicht leicht, uns zu schlagen.“ Aktuell sind alle Kicker fit, Spielertrainer Mario Sara kann also aus dem Vollen schöpfen.

„Wir haben etwas gut zu machen“, gibt sich Wimpassings Coach Peter Kaltenegger kämpferisch. Zwei Punkte nach drei Spielen, den Start hatte man sich anders vorgestellt. „Nach der 1:0-Führung haben wir uns unverständlicherweise zurückgezogen, nur mehr das Nötigste gemacht und um den Ausgleich gebettelt“, ärgerte er sich nach dem 1:1 gegen Deutsch Jahrndorf.

Harte Trainingsarbeit steht nun auf dem Programm, der Feinschliff ist noch nicht abgeschlossen. In der Offensive werden die Bälle nicht gut gehalten, daher schwimmt auch das Mittelfeld. „Wir dürfen keine Luftschlösser bauen, sondern müssen die Situation annehmen, wie sie ist.“

Ein Akteur wird fix fehlen: Elyes Balti sah die Rote Karte und ist somit gesperrt.

„Ein Derby hat eigene Gesetze, doch wir wollen vor eigenem Publikum einen Sieg feiern“, gibt Wallerns Trainer Wolfgang Fischer die Marschroute vor. Vier Punkte hat man auf dem Konto, alle vier wurden auswärts eingefahren.

Beim 2:1-Sieg in Gols war man über weite Strecken der Partie das bessere Team. Locker hätte man höher führen können, denn Doppelpack-Torschütze Oliver Theiler vergab noch einen Elfmeter. „Da hat er tatsächlich seinen Hattrick verjuxt“, so Fischer rückblickend. Im Moment sind alle Spieler fit.

Gegner Illmitz hat nach zwei Niederlagen wieder in die Spur gefunden. Dabei sah es gegen Gattendorf lange nicht rosig aus, man lief einem 0:1-Pausenrückstand hinterher. Die Gattendorfer schwächten sich durch zwei Ausschlüsse selbst.

Zum „Kirido-Start“ (Kirtag) zeigten sich alle Spieler top motiviert. „Klar haben uns die Feldverweise in die Karten gespielt“, gab Assistenztrainer Wolfgang Lentsch zu. „Wir mussten uns aber ordentlich in Geduld üben.“ Marco Baumholzer machte mit dem 3:1 spät alles klar.

Eine für beide Teams richtungsweisende Partie geht am Freitag ab 19.30 Uhr über die Bühne: Winden empfängt nämlich Kittsee. „Wir waren nur kurz auf dem Pferd, bald wieder drunter“, übte sich Winden-Coach Marian Tomcak als Philosoph. Anmerkung: Es handelt sich um einen Spruch, den man in der Slowakei anwendet. Gemeint war damit die 1:2-Pleite in Andau. „Wir wollen die verlorenen Punkte zurückerobern.“

Für Kittsee-Coach (und Ex-Winden-Trainer) Martin Grabenbauer ist ein Punkt das Minimalziel.