Duo überzeugt auf Europas großen Bühnen
Schwimmen/Tischtennis
Das U19-Team der Damen bestehend aus Julia Dür (S), Nina Skerbinz (NÖ), Mariia Lytvyn (St), Sophia Pichler (S), Elina Fuchs (B, v.l.) mit Trainer Eric Gold.Schwimmer Christian Giefing holte bei der JEM in München Österreichs einziges Edelmetall. Elina Fuchs erreichte mit dem rot-weiß-roten U19-Nationalteam der Damen das EM-Viertelfinale in Gondomar.
Der Markt Sankt Martiner Christian Giefing sorgte bei der JEM in München für das einzige Edelmetall für Österreich. Zwei vierte Plätze und mehrere nationale U18-Rekorde bestätigen eine starke Woche für den Athleten des ASV 2000 Stockerau.
© Andrea Masini/DBM
Für Christian Giefing endeten die Jugend-Europameisterschaften im Schwimmen mit einem emotionalen Erfolg. Nachdem der Mittelburgenländer über 200 Meter Freistil und 200 Meter Lagen jeweils als Vierter denkbar knapp eine Medaille verpasst hatte, gelang ihm am Schlusstag in seinem allerletzten Jugendbewerb doch noch der ersehnte Sprung aufs Podest. Über 400 Meter Freistil schwamm der OSV‑Athlet in 3:47,92 Minuten zu Bronze und stellte dabei bereits seinen vierten österreichischen U18‑Rekord bei diesen Titelkämpfen auf. Silber verfehlte er lediglich um vier Hundertstelsekunden. „Dass ich in meinem letzten Nachwuchs‑Großevent die Medaille geschafft habe, ist schon sehr wichtig für mich. Ich bin sehr glücklich“, freute sich Giefing nach dem Rennen. Der Markt‑Sankt‑Martiner erlöste damit nicht nur sich selbst, sondern den gesamten Österreichischen Schwimmverband. Giefings dritter Rang bedeutete nämlich – trotz einer durchaus erfolgreichen Kontinentalmeisterschaft mit 21 persönlichen Bestzeiten bei Damen und Herren sowie sechs nationalen Nachwuchsrekorden und vier Finalteilnahmen – die einzige Medaille für Rot‑Weiß‑Rot. „Natürlich hätte es besser sein können, aber ja, so ist es halt“, erklärt der Europameister von 2025 über 200 Meter Freistil, dessen Semifinalzeit von München (1:45,88 Minuten) derzeit die 21‑schnellste Zeit der Allgemeinen Klasse weltweit ist. Weiters fehlten mit dieser Zeit nur noch fünf Zehntel auf das Olympia‑Limit.
Mit dem Erfolg im Rücken richtet sich der Blick nun auf die Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse in Paris. Dort peilt der Burgenländer den Einzug ins Semifinale oder sogar ins Finale an. „Jetzt freue ich mich schon auf die EM in Paris. Es steht eine intensive Vorbereitung auf dem Programm. Mal schauen, was dort geht. Meine Ziele sind schon Semifinale oder auch ein Finale. Hoffen wir einfach das Beste.“
Im Tischtennis zeigte Elina Fuchs auf höchster europäischer Ebene einmal mehr starke Leistungen. Das U19‑Damenteam zog mit Rang zwei in Gruppe A hinter Frankreich, aber vor Kroatien und Serbien in die K.-o.-Phase ein. Die Draßmarkterin steuerte jeweils einen Punkt zu den beiden Siegen über Serbien (3:0) und Kroatien (3:1) bei. Lediglich beim 0:3 gegen die Topfavoritinnen auf den Titel, Frankreich, musste sich Fuchs Leana Hochart geschlagen geben. Nach einem 3:1‑Erfolg über die Türkei zog Österreichs Team ins Viertelfinale ein. Nina Skerbinz steuerte dabei zwei Punkte bei, Mariia Lytvyn sorgte für den entscheidenden dritten Sieg. In der Runde der letzten Acht wartete Portugal auf die als Nummer sieben gereihten Österreicherinnen. Die Gastgeberinnen setzten sich trotz eines überzeugenden 3:1‑Sieges von Elina Fuchs über Beatriz Pinto mit 3:1 durch. Dieses Spiel gegen die starke Portugiesin sollte auch Auftrieb für die kommenden Aufgaben in Einzel und Doppel geben. Vor allem die Art und Weise, wie Fuchs dieses Spiel für sich entschied, war beeindruckend: Nach einem 17:19 im zweiten Durchgang schlug die Schülerin des BSSM Oberschützen mit 15:13 zurück, um im vierten den Sack mit 11:6 zuzumachen. Am Montagabend traf Team Austria in der Platzierungsrunde auf die Polinnen, denen man mit 0:3 unterlag, und beendete das Turnier auf dem siebenten Rang unter 34 angetretenen Nationen. „Das Viertelfinale war das Ziel, auf eine Medaille haben wir gehofft. Leider ist es gegen Portugal nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Es war ein offenes Spiel, das leider verloren ging“, so Fuchs.
Nach zwei Ruhetagen geht es am Donnerstag mit den Einzel‑ und Doppelbewerben weiter. Als Nummer 29 gesetzt, erspart sich die seit Kurzem 17‑Jährige den schweren Gang durch die Gruppenphase und steigt direkt in der K.-o.-Runde ins Turnier ein. Trotz der Setzung wird eine schwierige Partie warten. „Das vorrangige Ziel ist es, einmal die erste Runde zu überstehen. Wie weit es gehen kann, ist auch von der Auslosung abhängig“, so die ÖTTV‑Spielerin. Im Doppel trifft sie mit Nina Skerbinz nach einem Freilos zum Auftakt auf die englische Paarung Sienna Jetha/Ella Pashley. Schon im Achtelfinale könnten die topgesetzten Französinnen warten.