Horn: „Das war skandalös“

Erstellt am 14. Mai 2022 | 09:53
Lesezeit: 3 Min
2:3 gegen Parndorf, Ostliga-Traum ade: Beim SV Oberwart mit Präsident Gerhard Horn war keinem zum Spaßen zumute.
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Die 88. Minute beim Schlagerspiel zwischen dem Burgenlandliga-Dritten aus Oberwart und Spitzenreiter Parndorf könnte weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Was war passiert? Außenbahn-Kicker Dominik Sperl sah vier Minuten nach seiner ersten Gelben Karte durch Schiedsrichter Albert Wandl in Minute 88 die zweite und musste mit Gelb-Rot vom Feld.

Drei Minuten später lief ein Gäste-Konter, der SVO reklamierte Abseits, Lukas Umprecht traf zum 2:3 und beendete so alle Oberwarter Träume auf ein etwaiges Regionalliga-Ticket (Anm.: Der Zweite hat die Chance über eine Relegation mit Wien und Niederösterreich in die Ostliga zu kommen). Die Wogen gingen danach hoch und SVO-Trainer Florian Hotwagner, Assistent Thomas Simon und Physio Jürgen Kirnbauer mussten mit Rot vorzeitig gehen.

„Mir fehlen jegliche Worte und eigentlich will ich mich dazu gar nicht äußern, aber warum ausgerechnet ein Schiedsrichter, der im Nachbarort Neusiedl wohnt, in diesem Spitzenspiel eingesetzt wird, geht mir einfach nicht ein“, erklärte SVO-Präsident Gerhard Horn und schoss nach: „Dieses Nord-Süd-Gefälle ist nicht vereinbar und hat mit Fairness nichts zu tun. Schon beim Hinspiel in Parndorf hat er für sie einen Elfer gegeben, der nie einer war und jetzt das. Das war skandalös.“

Der Geschäftsführer der Klöcher Bau GmbH. erklärte weiter: „Es geht um viel Geld und es sollte zumindest eine gewisse Fairness da sein. Wie man ‚Sperli‘ ausschließen kann, geht mir nicht ein.“ Für den Mann klarer Worte scheint auch ein Aus als Funktionär und Gönner beim Traditionsverein Thema zu sein.

„Es macht so einfach keinen Spaß und mir fehlt auch klar der Reiz und heute verstehe ich auch den Siegendorfer Präsidenten Peter Krenmayr. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht und aktuell muss ich einfach sagen, dass ich keine Lust mehr auf das Ganze habe.“ Wie es beim SV Oberwart weitergeht und wie Trainer Hotwagner und Sportkoordinator Peter Lehner das Spiel einschätzen, lesen Sie am Donnerstag in Ihrer BVZ-Printausgabe.