Dem SCO bleibt keine Zeit für Träumerei
Burgenlandliga
Oberpullendorf steht nach vier Runden mit dem Rücken zur Wand und muss zeitgleich der harten Realität ins Auge blicken.
Auf Florian Hotwagner warten Wochen voller Arbeit. Er muss mit seinen Oberpullendorfern wieder in die Spur finden.
© Strodl
„Ich hatte in keinster Weise das Gefühl, dass irgendjemand daran geglaubt hätte, es würde noch etwas gehen“, fand Florian Hotwagner harte Worte nach der 0:3-Derbypleite des SCO gegen Deutschkreutz. Der Oberpullendorfer Cheftrainer hatte sich nach einer fast geglückten Aufholjagd in Pinkafeld eine Woche zuvor für das Bezirksduell viel vorgenommen - und kam schlussendlich aber einfach zurück auf den Boden der Tatsachen. „Jeder, der gedacht hat, dass diese Saison einfach wird, ist ein Träumer“, sagt er.
Dabei meint er das nicht so negativ, wie es im ersten Moment klingen mag. In Oberpullendorfs Philosophie ist fest verankert, dass die Integration der jungen Spieler ganz oben in der Hierarchie der Vereinssäulen steht. Dementsprechend hat der Chefcoach auch Nachsicht mit der Negativ-Serie seiner Mannschaft. „Uns war von Anfang an bewusst, dass solche Spiele mit einer jungen Mannschaft kommen werden“, ist sich Hotwagner der fehlenden Erfahrung seines Teams bewusst und wird dadurch aber nicht zum Realitätsverweigerer: „Zwei Punkte sind trotzdem relevant und geben mir zum Denken. Erstenss, dass uns so etwas im Derby passiert und zweitens, dass wir gegen Pama und Pinkafeld annähernd bei 100 Prozent waren - und trotzdem nichts mitgenommen haben.“
Der SCO wartet nämlich seit vier Pflichtspielen auf einen Punktgewinn. Demnach ist es beim Hauptstadtklub schon auch ein Thema, wie man den Glauben, Punkte zu sammeln, wieder entfacht und zurück in die Spur findet. Nächste Chance, die kleine Krise zu beenden, gibt es am Samstagabend in Neudorf, wo man bei den Parndorfer Juniors gastiert.