Neusiedl will weiße Weste behalten

Burgenlandliga

Neusiedl ist gegen Oberpullendorf gefordert und möchte seine weiße Weste behalten. Bis dato gab es daheim zwei Remis in zwei Spielen. Gelingt jetzt der erste Heimsieg?

Von Christopher Schneeweiß

Volle Kraft voraus! Lukas Umprecht (l.) und der SC Neusiedl haben am Freitag (20 Uhr) drei Punkte gegen Oberpullendorf im Visier.

Volle Kraft voraus! Lukas Umprecht (l.) und der SC Neusiedl haben am Freitag (20 Uhr) drei Punkte gegen Oberpullendorf im Visier.

© Schneeweiß

Neusiedl - Oberpullendorf, Freitag 20 Uhr. Sechs Spiele, drei Siege, drei Unentschieden und noch keine Niederlage: Der SC Neusiedl am See 1919 hat sich nach dem Aufstieg erstaunlich schnell in der Landesliga zurechtgefunden. Nach dem 0:0 im Derby in Halbturn wartet am Freitag um 20 Uhr mit Oberpullendorf die nächste Bewährungsprobe. Trainer Günther Wally sieht seine Mannschaft dabei erstmals in einer neuen Rolle.

„Jetzt sind wir in der Landesliga angekommen“, sagt Wally nach sechs Runden. Denn aufgrund der bisherigen Ergebnisse gehen die Neusiedler gegen Oberpullendorf zumindest auf dem Papier als Favorit ins Spiel. Der kommende Gegner hat bereits vier Niederlagen kassiert, allerdings auch zwei Siege eingefahren – und kommt nach einem 2:0-Erfolg gegen Neudorf/Parndorf Juniors mit neuem Selbstvertrauen nach Neusiedl.

Wally sieht deshalb einen durchaus wichtigen Zeitpunkt in der noch jungen Meisterschaft gekommen. Seine Mannschaft müsse nun zeigen, wie sie mit der veränderten Ausgangslage umgeht. „Wir sind gefordert.“ Das Ziel ist dennoch klar: „Wir wollen weiterhin ungeschlagen bleiben. Bis jetzt ist unsere Performance tadellos und diese Serie möchten wir natürlich prolongieren.“

Oberpullendorf hat seine Serie zuletzt zum Glück der Bezirkshauptstädter beendet. Nach fünf Pflichtspielniederlagen in Folge gab es zuletzt eine Heimsieg gegen Kohfidisch. Jetzt wartet Neusiedl, dann spielt man auswärts in Halbturn. „Die zwei Partien sind sicher nicht die einfachsten“, weiß Hotwagner. Der nach dem 2:1-Erfolg keine Feierstimmung ausrief, sondern am Boden der Tatsachen blieb. „Wir stehen noch immer nicht gut da und müssen jetzt nachlegen, weil wir wissen, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann“, warnt er, fügt aber optimistisch hinzu: „Wenn wir die Stabilität beibehalten und offensiv wieder unsere Qualität ausspielen, traue ich uns auch in Neusiedl etwas zu.“

Zusätzlichen Rückenwind könnte die Personalsituation liefern. Julian Millner kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Noch interessanter ist die Situation bei Sommerneuzugang Barna Toth. Der Innenverteidiger konnte verletzungsbedingt noch kein einziges Meisterschaftsspiel absolvieren, steht nun aber vor seinem Comeback und könnte gegen Oberpullendorf erstmals zum Einsatz kommen.

Damit könnte Wally tatsächlich erstmals in dieser Saison aus dem Vollen schöpfen. In allen bisherigen sechs Meisterschaftsspielen musste der Trainer seine Mannschaft aufgrund von Ausfällen verändern – trotzdem blieb der NSC ungeschlagen.

Wally sieht darin aber auch eine neue Herausforderung. Ist der Kader erstmals komplett, steigen automatisch die Erwartungen. Genau deshalb bezeichnet der Trainer die kommende Phase als schwierig. Von der bisherigen Linie will er dennoch nicht abrücken: „Wir wollen weiter oben bleiben.“ Gegen Oberpullendorf soll am Freitag der nächste Beweis folgen, dass der starke Saisonstart der Neusiedler längst mehr als nur eine Momentaufnahme ist.